Bayern Blau-weißes Genusserbe

Das Geschäft der bayerischen Nahrungsmittelindustrie brummt im In- und Ausland. Damit dies so bleibt, unterstützt der Freistaat die Wirtschaft nach Kräften. Ein Projekt ist das Weltgenusserbe Bayern.

Freitag, 08. April 2011 - Länderreports
Elke Häberle
Artikelbild Blau-weißes Genusserbe

Inhaltsübersicht

Regionalität ist derzeit Trumpf bei deutschen Verbrauchern. Ein Ende diesen „gesunden" Trends ist nicht abzusehen. Im Gegenteil: Je mehr Lebensmittel– und Umweltskandale die Welt erschüttern, desto mehr wollen die Verbraucher wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen und was in ihnen steckt. Der Freistaat und die dort ansässige Industrie tun einiges, um den Status als „eine der aktivsten deutschen Spezialitäten-Regionen" – so heißt es aus dem Staatsministerium – zu erhalten und zu stärken. „Regionale Produkte mit nachvollziehbarer Herkunft werden bei den Verbrauchern immer beliebter. Transparenz in der Erzeugung und Verarbeitung wird zunehmend zum Kaufkriterium", unterstreicht Helmut Brunner, Landwirtschaftsminister in Bayern. Dies sei eine erfreuliche Entwicklung und eine Chance für ein Spezialitätenland wie Bayern.

Unternehmen aus Bayern

Den Worten lässt der Freistaat auch Taten folgen. So trat Bayern am 26. November 2010 sein „Weltgenusserbe" an. Dabei handelt es sich um eine von der EU geförderte Imagekampagne zur besseren Vermarktung von geschützten Spezialitäten. Nur traditionsreiche, hochwertige Produkte, die untrennbar mit einer bestimmten Region verknüpft sind, dürfen sich die Gütesiegel „geschützte geografische Angabe" und „geschützte Ursprungsbezeichnung" ans Revers heften. In Bayern sind dies derzeit „Allgäuer Emmentaler" und „Allgäuer Bergkäse", „Bayerisches Bier", „Nürnberger Bratwürste" und „Bayerischer Meerrettich". Diese fünf kulinarischen Botschafter aus dem Freistaat werden noch bis 2012 mit einem ganzen Paket an Maßnahmen unterstützt. Damit hat der Freistaat einen echten Coup gelandet, denn das „Weltgenusserbe Bayern" ist „als einziges deutsches Absatzförderungsprogramm von der EU-Kommission genehmigt worden", freut sich Brunner. Im europäischen Ausland gibt es solche von der EU geförderte Kampagnen für herkunftsgeschützte Produkte wie beispielsweise den „Südtiroler Alpenapfel" oder den „Grana Padano".

Für die europaweite Kampagne stehen über die Laufzeit von drei Jahren insgesamt 1,1 Mio. Euro bereit: 550.000 Euro kommen aus Brüssel, 330.000 vom Freistaat, den Rest steuern die beteiligten Wirtschaftsverbände bei. Damit werden Events im In- und Ausland finanziert – etwa bei Veranstaltungen wie der Fußball-EM 2012 in Polen. Zustande kam die Werbeoffensive auf Initiative des Ministeriums gemeinsam mit den Schutzverbänden dieser fünf Spezialitäten. Neben Events sind eigene „Weltgenusserbe-KulTouren" und Auftritte bei verschiedenen Verbrauchermessen geplant. „Im Lebensmittelhandel werden wir bei  Verkostungsaktionen europaweit auf das Projekt hinweisen", sagt Brunner, „die Maßnahmen werden durch Internetkooperationen sowie spezielle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ergänzt."

Ziel der Aktivitäten: Diese Leitprodukte international noch stärker bekannt zu machen und über den Herkunftsschutz zu informieren. Brunner: „Der Herkunftsschutz unterstreicht die Einzigartigkeit unserer Spezialitäten. Und er schützt unsere Produkte vor Nachahmern." Ein „Allgäuer Emmentaler" beispielsweise, muss im Allgäu hergestellt sein. Darauf kann sich der Verbraucher bei seinem Einkauf verlassen.
Langfristig soll das Projekt zur Plattform für den Schutz weiterer bayerischer Spezialitäten ausgebaut werden. Denn neben den derzeit 19 geschützten Produkten befinden sich weitere 20 bayerische Spezialitäten im Antragsverfahren – beispielsweise der Fränkische Karpfen.

Neben Regionalität ist Bio ein weiterer Verbrauchertrend. Und auch hier ist Bayern gut aufgestellt. Aktuell werden mehr als 6.300 Betriebe mit mehr als 192.000 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche ökologisch bewirtschaftet. Damit ist nahezu ein Drittel aller deutschen Ökobetriebe in Bayern beheimatet. Brunner: „Allein in den beiden vergangenen Jahren sind die ökologisch bewirtschaftete Fläche und die Zahl der Öko-Betriebe in Bayern insgesamt jeweils um mehr als 17 Prozent gestiegen." Und auch bei den Verarbeitern von Ökoerzeugnissen gab es im gleichen Zeitraum einen überproportionalen Anstieg auf mittlerweile mehr als 2.500 Unternehmen. Dabei spielen sich Regionalität und Bio gegenseitig in die Hände: „Gerade im Bio-Bereich ist für den Verbraucher die regionale Herkunft von besonderer Bedeutung", beschreibt der Minister die Querverbindungen.

Dazu wurde bereits 1996 mit dem Öko-Zeichen „Öko-Qualität garantiert – Bayern" (siehe Interview auf S. 62) ein Programm geschaffen, das dem Verbraucher freiwillig höhere Qualitätsstandards und nachvollziehbare bayerische Herkunft garantiert. Mehr als 120 bayerische Lebensmittelhersteller nutzen das Zeichen.

Und wie sieht es auf der Exportseite aus? Schließlich steht das Thema „Exportoffensive" im Freistaat ebenfalls ganz oben auf der Agenda. Allein im vergangenen Jahr wurden Nahrungsmittel im Wert von insgesamt 6,9 Mrd. Euro ausgeführt. Am bekanntesten und beliebtesten sind Milch und Käsespezialitäten – traditionelle Käse wie der Allgäuer Bergkäse ebenso wie die vielen innovativen Milchfrischprodukte. Im Ausland ist besonders das bayerische Bier gefragt. Entgegen dem Inlandstrend konnten die Brauereien beim Export sogar noch einmal um 10 Prozent zulegen.

Brunner ist überzeugt, dass der Markenname Bayern sowohl für den Export als auch für die regionalen Märkte in Zukunft noch wichtiger wird. Zur besseren Vermarktung bayerischer Agrarprodukte und Lebensmittel hat der Minister daher auch die Gründung einer Marketingagentur initiiert. In den nächsten drei Jahren werden dafür insgesamt Haushaltsmittel in Höhe von 6,5 Mio. Euro bereitgestellt. Brunner: „Damit wollen wir unter anderem ein Netzwerk in zukunftsträchtigen Exportmärkten aufbauen, die traditionell vorhandenen Märkte im Ausland noch besser bedienen, aber auch die Chancen auf neuen Märkten wie dem Mittleren Osten und Asien erfolgreich nutzen."


„Vorreiter für stufenübergreifende Qualitätssicherung"

Seit 2008 ist der Land- und Forstwirt Helmut Brunner Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Das Ministerium unterstützt die Vermarktung regionaler Produkte intensiv.

Regionale Produkte sind en vogue: Wie ist Bayern hier aufgestellt und welches Potenzial sehen Sie in diesem Segment?
Helmut Brunner: Das Potenzial regionaler Produkte wächst ständig. Gerade im Zeitalter der Globalisierung mit einer zunehmenden Anonymisierung der Lebensmittel wollen viele Verbraucher wissen, woher die Produkte auf ihren Tischen kommen.

Wo liegen die Vorteile?
Regionalität bedeutet kurze Wege, mehr Frische, mehr Vielfalt, mehr Transparenz. Zudem werden die heimische Landwirtschaft und die regionalen Wirtschaftskreisläufe gestärkt. Die Vermarktung regionaler Produkte hat deshalb seit jeher einen hohen Stellenwert für die Staatsregierung.

Wie unterstützt das Ministerium konkret die regionalen Anbieter?
Wir haben eine Internetplattform entwickelt, auf der aktuell 336 regionale Vermarktungsinitiativen zu finden sind. Hier können sich Interessierte schnell und einfach informieren. Wir unterstützen auch die Weiterentwicklung regionaler Initiativen, indem wir die Kontakte mit dem Lebensmittelhandel ausbauen und so auch auf diesem zentralen Vertriebsweg regionale Produkte gezielt fördern.

Und was wird für den Handel getan?
Wir bieten dem Lebensmittel-Einzelhandel maßgeschneiderte Aktionen mit bayerischen Spezialitäten. Herzstück ist unsere Internetplattform www.food-from-bavaria.de. Sie bietet eine Herstellerdatenbank, die Möglichkeit, online Werbematerial zu bestellen sowie Tipps und Bilder zur Gestaltung von Bayernaktionen. Für Produkte mit dem bayerischen Herkunftszeichen „Geprüfte Qualität – Bayern" führen wir beispielsweise mit der Edeka Verkostungsaktionen durch, die von bayerischen Bäuerinnen begleitet werden.

Was verbirgt sich hinter dem Siegel „Geprüfte Qualität – Bayern"?
Mit dem staatlichen Qualitäts- und Herkunftssicherungsprogramm „Geprüfte Qualität – Bayern" sind wir Vorreiter für die stufenübergreifende Qualitätssicherung regionaler Lebensmittel. Als einziges System gewährleistet GQ-Bayern neben der Einhaltung spezifischer Qualitätskriterien lückenlos die bayerische Herkunft in der gesamten Lebensmittelkette. GQ-Bayern garantiert zusätzliche Anforderungen an die Produktqualität sowie klare Auflagen an Produktion und Verarbeitung, deren Einhaltung konsequent kontrolliert und durch staatliche Aufsicht überwacht wird.

Wer hat die Zertifizierung schon und wo findet der Verbraucher die Produkte?
Der Verbraucher findet Produkte mit dem Siegel „Geprüfte Qualität – Bayern", etwa bei Edeka Südbayern – hier bei Rindfleisch, Gemüse, Salate, Eier, Brot und Sauerkonserven – und bei Lidl (Milch und Molkereiprodukte). Bayerisches Rindfleisch ist das Produkt mit der größten Marktbedeutung und Marktdurchdringung. Hier sind rund 19 000 landwirtschaftliche Betriebe in Bayern eingebunden.


Settele Schwäbische Spezialitäten & Feinkost: Convenience auf schwäbisch

Zu einem kulinarischen Streifzug durch das Schwabenland lädt Settele aus Neu-Ulm ein. Seit mehr als 40 Jahren bringt der Qualitätshersteller schwäbische Spezialitäten in mehrere tausend Lebensmittelmärkte in ganz Deutschland. Aktuell stehen Brätspätzle, Markklößchen, Marktsuppe und verschiedene Pfannen-Maultaschen in den Sorten Chili, Gemüse oder klassisch auf der Karte. Weitere Neuheiten auf dem Gebiet des schwäbischen Convenience-Genusses sind in der Entwicklung.

Zu den Bestsellern aus dem Hause Settele zählen natürlich die Spätzle – und das in den verschiedensten Variationen. Je nach Region wird derselbe Grundteig zu unterschiedlichen Spätzleformen verarbeitet. So erfreuen sich im bayerischen Raum Knöpfle großer Beliebtheit, während in Schwaben die klassischen langen Spätzle bevorzugt werden.

Eine besondere Delikatesse für Kenner der schwäbischen Küche sind die unregelmäßig geformten, geschabten Spätzle. „Durch die vielen verschiedenen Skandale haben wir festgestellt, dass der Endverbraucher mehr und mehr in das Vertrauen beim Hersteller setzt", sagt Settele-Vertriebsleiter Walter Bauer. Diesem Trend zu mehr Qualitätsbewusstsein, Regionalität und dem Verzicht auf Geschmacksverstärker kommt das Neu-Ulmer Unternehmen bereits seit Jahren nach. So werden die beliebten schwäbischen Spätzle und Schupfnudeln auch in Bio-Qualität angeboten. Die mit dem Bio-Zeichen gekennzeichneten Lebensmittel werden mit Zutaten aus ökologischem Landbau hergestellt und nach den Richtlinien der EG-Öko-Verordnung streng kontrolliert.

Die Konsumenten goutieren das offensichtlich. Und um auch künftig den Nachschub an qualitativ hochwertigen schwäbischen Teigwarenprodukten sicherzustellen, hat Settele in diesem Jahr die Produktions- und Lagerfläche erweitert.

//// www.settele.de

Schamel Meerrettich: Scharfe Stangen

In diesem Jahr konzentriert man sich bei Schamel Meerrettich ganz auf die Einführung von „Raspelstix", einer feinen Meerrettich-Zubereitung mit frisch geriebenen Krenraspeln. Für die Produktneuheit werden in einem aufwendigen Verfahren wurzelwürzige Krenraspeln mit reibfrischem Meerrettich im Melangierkessel zubereitet. Dank schonendem Julienne-Feinschnitt schmeckt man in dem Meerrettich noch die ursprüngliche Kraft der „magischen Wurzel". Die Krenraspeln wirken dabei wie ein Schärfetresor, denn erst beim Essen werden Enzyme aktiviert, die den scharfen Wirkstoff Sinigrin freisetzen. Geschäftsführer Hanns-Thomas Schamel empfiehlt die Neuheit zu allen Wurst-, Fleisch- und Fischgerichten und zu Salaten.

Ansonsten sieht das im fränkischen Baiersdorf ansässige Unternehmen auf Grund der Lebensmittelskandale in den vergangenen Monaten einen Verbrauchertrend hin zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Schamel: „Das spielt uns den Ball zu. Die Qualität von Lebensmitteln hängt von vielen Dingen ab: von der Sorgfalt bei Herstellung und bei Verarbeitung, von der Erfahrung und dem Wissen der Hersteller und natürlich von der Qualität der Grundprodukte. Auf jeder Packung Schamel Meerrettich bürgen deshalb die Inhaber in fünfter Generation, Hanns-Thomas und Hartmut Schamel, für feinste Qualität am Markt."

Den stärksten Verbraucherwunsch registrieren die Meerrettichspezialisten in der Rückbesinnung auf regionale Hausmannskost, hin zu einfachen und natürlichen Produkten. Schamel: „Mit Raspelstix sind wir ganz nah am Naturprodukt. Genau diesem Wunsch nach Regionalität und Nachhaltigkeit entsprechen wir seit 1846, dem Jahr unserer Unternehmensgründung."

Damit nicht genug: Bayerischer Meerrettich aus dem Hause Schamel wird seit Oktober 2007 von der Europäischen Union als geschützte geografische Angabe geführt. Das heißt: Nur Meerrettich, der zu 100 Prozent aus bayerischer Rohware und nach überlieferten Methoden verarbeitet und abgefüllt wird, darf als „Bayerischer Meerrettich" bezeichnet werden. Mit Schamels „Bayerischer Meerrettich" und Schamels „Bayerischer Meerrettich – Alpensahne" führt das Unternehmen zwei Sorten, die das Schutzetikett der EU tragen.

//// www.schamel.de


Develey Senf & Feinkost: Lokalpatriotismus mit Würze

Develey ist in der bayerischen Küche fest verankert und kennt die geschmacklichen Vorlieben seiner Kunden ebenso gut wie die bevorzugte Verwendung seiner Produkte. Der Schmankerl Streich als ungekühlter, würziger Aufstrich ist ein gutes Beispiel für die moderne Umsetzung der Idee eines regionalen Produkts in einer innovativen und schnell wachsenden Warengruppe. Mit den Sorten „Paprika", „Salami" und „Kraut & Rüben" wurden die geschmacklichen Vorlieben in Bayern aufgegriffen und in Verbindung mit der beliebten Senfwürze als Brotaufstrich neu interpretiert. „Der Schmankerl Streich schmeckt am besten zu knusprig frischem Brot und peppt jede Breze auf", empfiehlt Volker Leonhardi, Marketingleiter bei der Develey Senf- und Feinkost GmbH.

Im Glas mit kariertem Deckel ist der würzige Schmankerl Streich nicht nur äußerlich ein echter Bayer. Auch die Rezeptur enthält Zutaten, die für die süddeutsche Küche typisch sind. Da sich die Bundesländer gerade hinsichtlich ihrer Essgewohnheiten stark unterscheiden und beim Thema „Einheimische Küche" auch immer ein Stück Lokalpatriotismus und Stolz mitschwingt, identifizieren sich die Kunden nur zu gerne mit Produkten, die sich klar zu ihrer Herkunft bekennen. Dementsprechend sind Bayern und Baden-Württemberg auch die regionalen Vertriebsschwerpunkte des neuen Produkts. Ansprechen will Develey mit seinem herzhaften Brotaufstrich Kunden im klassischen LEH und Großverbraucher.

Heimat und Authentizität, Innovation und Wachstum – dafür steht das Unternehmen Develey aus Unterhaching bei München. Seit mehr als 160 Jahren für seine Qualitätsprodukte und Hausmacher-Spezialitäten bekannt, vereint das bayerische Traditionsunternehmen inzwischen mehrere starke regionale Marken unter einem Dach, darunter den von Firmengründer Johann Conrad Develey erfundenen süßen Senf oder den Düsseldorfer Löwensenf sowie die Marke Specht mit allerlei feinsauren Delikatessen.

//// www.develey.de

Fleischwerke E. Zimmermann: Mit königlicher Tradition

Was wäre Bayern ohne die Weißwurst? Undenkbar! Auch bei den Fleischwerken Zimmermann spielt das bayerische Schmankerl eine herausragende Rolle: Mit mehr als 10 Mio. verkauften Packungen hat die Weißwurst 2010 alle bisherigen Verkaufsrekorde des Traditionsunternehmens gebrochen. Und: Tendenz steigend, melden die Fleischwerke aus dem bayerisch-schwäbischen Thannhausen, denn gerade regionale Spezialitäten werden immer stärker nachgefragt.

Und da sind die Liebhaber der bayerisch-schwäbischen Kost bei Zimmermann an der richtigen Adresse: Von den Schmankerln der Würstelkonserven und Knödel, über Klassiker in Premiumqualität wie Trüffel-Leberwurst oder Farmland-Schinken bis hin zu saisonalen Leckerbissen für Grill und Pfanne. Komplettiert wird die Produktpalette des Unternehmens durch hochwertige Bio-Wurst und Bio-Frischteigspezialitäten.

Als Qualitätshersteller mit zahlreichen DLG-Auszeichnungen und Medaillen profitieren auch die Fleischwerke Zimmermann vom wachsenden Wunsch der Konsumenten nach Produkten mit nachvollziehbarer Herkunft. Die Verunsicherung nach den jüngsten Lebensmittelskandalen ist noch immer groß. Seit jeher gehörte es indes zum Selbstverständnis der Fleischwerke, Produkte in höchster Qualität und Frische zu erzeugen. Deshalb wollen die Thannhausener in diesem Jahr auch besonders die Premium-Positionierung der Produkte mit bayerischen Rezepturen stärken – und auch neue Spezialitäten für den LEH anbieten. So bringen die einstigen Hoflieferanten des Prinzregenten Luitpolds mit der „bayerischen Krustenrolle" einen saftigen Schinken mit krosser Kruste frisch in die Regale des Handels.

Der Star der Zimmermann-Delikatessen ist und bleibt aber die Weißwurst nach original Münchner Rezept. Und diese soll nun auch jenseits des Weißwurstäquators noch bekannter und beliebter werden. Um die Oktoberfestzeit herum sind daher wieder zahlreiche Aktivitäten für die bayerischen Schmankerl, beispielsweise eine Onpack-Promotion mit der beliebten Kultfibel auf der 10er-SB-Weißwurst-Packung geplant.

//// www.fleischwerke-zimmermann.de


Alte Penninger Hausbrennerei: Eisgekühlt als neuer Trend

Die Schnaps-Spezialitäten „Bärwurz" und „Blutwurz" von Penninger sind keine kurzlebigen In- oder Szene-Getränke und bilden mit ihrer Echtheit, Reinheit und dem unverfälschten Geschmack aus natürlichen Rohstoffen einen Gegensatz zur heutigen schnelllebigen Welt. „Die Rückbesinnung auf Bewährtes und Bodenständiges verspricht Sicherheit und auch ein Stück Entschleunigung in unserer globalisierten Welt voller Skandale", sagt Inhaber Reinhard Penninger.

Dennoch: Stillstand heißt Rückschritt und so beschreitet auch das im fränkischen Hauzenberg beheimatete Unternehmen neue Wege. Wurde der Blutwurz bisher vor allem gekühlt nach dem Essen serviert oder im Keramik-Pfännchen brennend serviert, soll der hochprozentige Kräuterlikör nun auch in einem speziellen Glas „on Ice" serviert werden. Unter dem Motto „Bavarian Summer" versucht Penninger erstmals auch Eintritt zu finden in die etwas jüngere Bistro- und Bar-Szene. Um diese erweiterte Genuss-Idee mit Leben zu erfüllen und den Abverkauf weiter anzukurbeln, werden im Handel die Tonkrüge mit einem Glas „on Top" versehen. Displays, ausgestattet mit einem „Bavarian Summer-Topper", werden die Zweitplatzierung fördern. In einem Gewinnspiel werden 500 Gläser-Ausstattungen mit je sechs Gläsern verlost. Weiter wird der Außendienst mit den Kunden vor Ort Verkostungen durchführen, nicht kostfähige Autofahrer gehen dabei nicht leer aus und werden mit einem Kostmuster für zu Hause versorgt

Bereits seit Jahren bearbeitet Penninger neue Vermarktungs-Schienen, gewinnt so neue Zielgruppen und sichert auf diesem Weg die Zukunft des Familien-Unternehmens. „Es ist unser Bestreben, über den regionalen Stammbereich hinaus weitere Regionen im Absatz zu erschließen und Penninger zur national beliebten und bekannten Marke zu machen", erläutert der Inhaber die Strategie.

//// www.penninger.de

Maintal: Süß genießen – bewusst ernähren

Wein in der Marmelade und Chili im Fruchtaufstrich? Längst nicht mehr kommt morgens nur noch Erdbeere oder Aprikose aufs Brot. „Konfitüren, die verführen" heißt deshalb der neue Slogan, den sich Maintal Konfitüren zum 125-Jährigen des Unternehmens gönnte. Der anstehende Markenrelaunch soll Lebendigkeit und Frische vermitteln.

Lebendig und frisch ist auch die Angebotspalette, die auf die steigende Nachfrage nach Bioprodukten reagiert und verstärkt auf Produktsicherheit setzt. „Annes feinste Bio Fruchtaufstriche in Naturland Qualität" zielen mit einem Fruchtanteil von 75 Prozent auf Ernährungsbewusste, die hohe Ansprüche sowohl an Fruchtigkeit und Süße als auch Konsistenz stellen. Flaggschiff des Maintaler Spezialanbieters ist die „Hagebuttenkonfitüre", die in konventioneller sowie in Bio-Qualität angeboten wird. Jedes zweite Glas dieser Konfitüren-Variante, das in Deutschland gekauft wird, stammt nach Unternehmensangaben aus Haßfurt. Nach altem Familienrezept hergestellt, bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe weitgehend erhalten. „Kleine Chargen im Vakuumkessel erlauben ein kurzes, schonendes Einkochen", erklärt Geschäftsführerin Anne Feulner. Kein Wunder also, dass die bayerische Spezialität inzwischen in alle Welt exportiert wird.

Qualität und Abwechslung – das ist das Erfolgsrezept des Traditionsunternehmens. Farb- und Konservierungsstoffe sind tabu. Darüber hinaus findet der mittelständische Spezialitätenhersteller immer wieder neue süße Nischen. „Wir können sehr schnell, flexibel und professionell auf die Trends am Markt reagieren", sagt Feulner.

In der Entwicklungsküche probieren die Maintaler deshalb laufend neue, gerne auch exotischere Variationen aus, die die Produktpalette ständig erweitern – von saisonalen Angeboten wie die Winter- und Sommerrezepturen bis hin zu den Weingelees mit sortenreinen Frankenweinen.

Für Gourmets, die die fruchtig-pikantere Variante bevorzugen, gibt es inzwischen sogar verschiedene Fruchtaufstriche mit Chili. Damit dürfte es auch künftig auf dem Frühstückstisch nicht langweilig werden.

//// www.maintal-frucht.de
//// www.maintal-konfitueren.de


Henglein: Deutsche Küche doppelt leicht

Zurück zur deutschen Küche! Diesem Trend folgt Henglein nicht nur, sondern hat ihn seit jeher im Repertoire: Schließlich zählen Schupfnudeln, Klöße und Spätzle zu den (süd-)deutschen Klassikern schlechthin. Darüber hinaus nimmt das im mittelfränkischen Abenberg ansässige Unternehmen mit seinen Halbfertigprodukten den Verbrauchern jede Menge Arbeit ab. Will heißen: Henglein übernimmt den Part, der viel Zeit kostet und überlässt dem Verbraucher den kreativen Teil. Beispielsweise müssen die halbfertigen Maultaschen nur noch in der Brühe erhitzt werden. Ob sie dann mit gerösteten Zwiebeln oder geröstetem Käse verfeinert, mit Schinkenstreifen belegt oder mit Tomatensoße übergossen werden – das überlässt Henglein den Hobbyköchen.

Kurz: Alle, die fein essen wollen, aber dennoch nicht viel Zeit in der Küche verbringen wollen, sind bei Henglein richtig. Daher auch der Slogan „Deutschland schmeckt, Henglein macht's leicht."

Das Unternehmen folgt aber auch dem Trend zur leichteren Küche. Allerdings nicht nur leicht im Sinne der Zubereitung, sondern „leicht im Sinne von Kalorien- und Fettgehalt. Dies können unsere Produkte zum Großteil erfüllen, da viele fettarm oder fettfrei sind", sagt Geschäftsführer Eckhart Voth.

Doch nicht nur in Sachen feine Küche hat der Marktführer auf seinem Gebiet jede Menge auf der Pfanne, auch in Sachen Werbung: Hier werden die Endverbraucher in den Erlebniswelten immer wieder aufs Neue mit praktischen Tipps und Rezeptideen rund ums Sortiment versorgt. Beispielsweise in Form von Rezeptheften, einer Kooperation mit Chefkoch.de, das mit 160 Mio. Besuchern jährlich zu den erfolgreichsten Kochplattformen im Internet zählt, oder auch mit PR. Hier informiert der Halbfertigprodukt-Spezialist via Food- und Lifestyle-Zeitschriften mehrmals jährlich über aktuelle Themen und generiert rund 78 Mio. Verbraucher-Kontakte. Last but not least: Mit mehr als 500 Verkostungstagen am PoS ist das Unternehmen auch im Handel stark präsent.

//// www.henglein.de