Bischofszell Nahrungsmittel AG Frische-Drehscheibe

Unter der Neufirmierung Gastina peilt die Tochter der Bischofszell Nahrungsmittel AG den deutschen Markt an.

Freitag, 27. August 2010, 13:57 Uhr
Dieter Druck

Nach der Übernahme der Weisenhorn Food Specialities durch die Bischofszell Nahrungsmittel AG (Bina) zum Jahresbeginn soll dort unter der neuen Firmierung Gastina eine Frische-Plattform für Europa aufgebaut werden. „Deutschland, aber auch der heimische Markt stehen dabei für uns erst einmal im Mittelpunkt“ erklärt Geschäftsführungsmitglied Werner Zollfrank, der sich als ehemaliger TrendMeal-Geschäftsführer in der deutschen Chilled-Food-Szene auskennt. Er steuert den Vertrieb. Der deutsche Markt soll mit zwei Key Accounts für den LEH und einem für den GV-Bereich bearbeitet werden.

Rund 20 Mio. Euro werden heute mit 100 Mitarbeitern in Frastanz erlöst. Der Schwerpunkt liegt auf der Produktion von Eigenmarken für österreichische, Schweizer und deutsche Handelsunternehmen. Der Betrieb ist IFS- und BRC-zertifiziert.

Als strategische Segmente nennt Zollfrank Fertiggerichte mit den Linien Asia, traditionell, mediterran und Vital sowie Lasagne. Darüber hinaus werden in Vorarlberg Dim Sum, Frische-Pasta, gebratene Fleischkomponenten für den Food Service und Suppen hergestellt. In diesen meist wettbewerbsintensiven Kategorien setzt man u. a auf zwei patentgeschützte Alleinstellungsmerkmale. Das ist zum einen die Al-dente-Folie, die bei Pasta-Gerichten Sauce und Teigware bis zur Zubereitung trennt. Sie wird zusammen mit der Oberfolie vor dem Erwärmen in der Mikrowelle entfernt. Beispielsweise kommt die Folie bei der Linie „Gusto Italiano“ als differenzierendes Element zum Einsatz. Zum anderen sind es kohlehydratreduzierte Teigwaren (30 Prozent weniger Kalorien), die auch als Basis für Convenience-Artikel eingesetzt werden – Stichwort Gewichtsmanagement.

Ein weiteres Feld sieht Zollfrank bei Dim Sum: „Hier sind wir einer der weniger Anbieter in Europa.“ In Deutschland sei dies nach wie vor ein discountgetriebenes Sortiment, aber mit Perspektiven. Gleiches gelte für die Produkte unter „Asian Taste“. Die acht Artikel umfassende Range, darunter zwei Suppen, ist konzeptionell auf den hiesigen Markt ausgerichtet und geht jetzt in den Handel. Der Kunde bekommt das, was er von seinem China-Restaurant um die Ecke kennt.

Auch im Segment der gekühlten Suppen ist Gastina aktiv. In Deutschland sei dies ein nach wie vor undifferenzierter Markt, so die Einschätzung, der aber auf längere Sicht Wachstum verspreche. Hier soll zunächst mit 425-ml-Gebinden (RCB-Becher) der Markt im Preiseinstiegsbereich bedient werden.

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