Anzeige

Migros Basel Mehr Werte schöpfen

Dieter Druck | 25. September 2020

Experimentierfreudig, expansiv und nachhaltig präsentiert sich die Migros Basel in ihrem Flagship-Store im MPark Dreispitz.

Anzeige

Der Migros geht es um Werte und nicht um eine vorrangige Gewinnoptimierung. Kann man glauben oder nicht. Doch eines der größten Handelsunternehmen der Schweiz füllt diesen Satz mit Leben, und das schon länger. So geht ein Prozent des Umsatzes als sogenanntes Kulturprozent an Projekte für das Allgemeinwohl in den Breichen Kultur, Gesellschaft, Bildung, Freizeit und Wirtschaft.

Auch die Nachhaltigkeit ist bei der Migros Basel ein zentraler Aspekt. Die Fotovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Migros-Filialen liefern bereits Strom für mehr als 300 Haushalte. Die fortlaufenden Investition in energieeffizientere Technik reduzierten den Stromverbrauch in den zurückliegenden zehn Jahren um mehr als 30 Prozent.

Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen tritt vor allem bei der Logistik zutage. Der erste „Zero-Emission“-Elektro-Lkw und die Anschaffung von Biogas-Lastkraftwagen sind Beispiele hierfür. Nachhaltigkeit setzt sich in den Märkten fort. Die Rücknahme von Plastik und die Verwertung in einem eigenen Kreislauf, das Recycling von Elektrogeräten, die Verwendung von recyclefähigen Frischhaltefolien, Plastikdeckel und anderer Verpackungsmaterialien bei Prepack und Eigenproduktion zeigen, wie vielschichtig die Weiterentwicklung angegangen wird. Der Ausbau von Bio-Sortimenten und Regionalprodukten zählt dazu. Bei Letzteren müssen zwei Drittel der Wertschöpfung direkt in der Region festzumachen sein. Die Region ist genau definiert über das Postleitzahlen-Verzeichnis. Das signalisiert das individuelle Label „Aus der Region. Für die Region.“, zertifiziert von ProCert.

Als direkter Nachbar liefert die Growcer AG an den Migros-Flagship-Store Gemüse und Kräuter von der Vertical Farm am Bahnhof Wolf in Basel. Und es geht noch weiter. Die Migros Basel kooperiert mit der Migros-Tochter Micarna beim Aufbau einer Fischzucht von Egli und Felchen in einer Kreislaufwirtschaft im benachbarten Birsfelden.

Hoher Anteil Eigenproduktion
Direkt am Beginn des Kundenlaufs ist das Frische-Zentrum. Andersfarbige Bodenfließen heben diesen Teil optisch hervor. Eigenproduktion unter den Motto „Frisch & Handgemacht“, Bio und Regionalität sind die Säulen in den Sortimenten.

Die Frischehabteilung wurde seit Eröffnung der 5.000 Quadratmeter großen Filiale (Oktober 1999) fortlaufend weiterentwickelt. Ein Highlight ist die Hausbäckerei, die ausschließlich mit Mehl aus der Region, Wasser, Salz und Hefe arbeitet. Täglich werden hier 28 Sorten Brot und 25 Kleingebäcke vor den Augen der Kunden gebacken und in Selbstbedienung verkauft. Auch eigene Rezepturen werden entwickelt, wie beispielsweise der vegane Zopf, der seit Mai des Jahres erhältlich ist. Insgesamt werden vor Ort im Jahr rund eine Million Verkaufseinheiten produziert. Ein Teil der Patisserie wird auch von der eigenen Zentralproduktion geliefert, wie zum Beispiel tiefgekühlte Torten aus handwerklicher Herstellung.

Ein weiterer Hotspot der Eigenproduktion ist die Schnippelküche, in der selbst gemachte Smoothies, Sandwiches, Obstspieße und eine Vielzahl unterschiedlicher Feinkostprodukte ihren Ursprung haben.

Im Zentrum der Frischeabteilung ist auch die großzügige Themenfläche angesiedelt. Die Themen wechseln alle zwei bis drei Wochen. Bei unserem Marktrundgang war Italien angesagt.

Wie Filialleiter Alexander Brem im Gespräch hervorhebt, gehe es hier nicht in erster Linie um eine Preisreduktion oder Rabattierung, sondern um die Schaffung eines Einkaufserlebnisses und die Herausstellung besonderer Produkte, wie beispielsweise einen 36 Monate gereiften Parmesan, der für rund 44 Euro das Kilo verkauft wird.

Noch höhere Ansprüche bedient die Käsetheke, die rund 150 Sorten führt. Struktur geben die drei Sortimentsblöcke Bio, regionale Produkte sowie Weichkäse und Aktionsartikel, wie zum Beispiel Raclette und andere Käse zum herbstlichen Start in die Fondue-Saison. Im direkten Umfeld findet der Kunde auch ein umfangreiches SB-Angebot, das ausschließlich im Markt portioniert und auf nachhaltige Papp-Trays mit recyclebarer Folie verpackt wird. Gleiches gilt für Fleisch und Frischfisch.

Wie Álbin Oeschger, Marketing-Leitung Ready to Cook Fleisch und Molkereiprodukte, bemerkt, sind die Eidgenossen im Vergleich zu den deutschen Nachbarn auch stärker SB- als bedienungsaffin. Aber die Theken seien für den Händler auch Differenzierungselemente im harten Wettbewerb in der Schweiz und ebenso ein qualitativer Gegenpol zum Einkaufs-Tourismus in der Grenzregion.

Das dürfte auch auf die direkt an die Fleischtheke angrenzende „Vegi & Vegan“-Theke zutreffen, in der 25 fleischlose Produkte angeboten werden. Eine durch die deutsche Brille etwas gewagte Platzierung, da zu vermuten ist, dass Veganer einen gewissen Abstand zum Frischfleisch schätzen.

Die Grundmasse der verganen Produkte basiert auf Soja-, Erbsen-, Weizen- und Kartoffelproteinen und wird vor Ort weiterverarbeitet. Angeboten werden sie unter V-Love, der neuen Migros-Marke für pflanzenbasierte Produkte. Neu hinzugekommen sind Produkte des Schweizer Start-up Planted Chicken.

In der Fleischtheke selbst wird fast ausschließlich Fleisch mit Schweizer Ursprung verkauft, möglichst aus der Regi0n. Lieferant ist Micarna, der Fleischverarbeiter innerhalb der Migros-Gruppe. Wurstwaren aus der eigenen Produktion werden als Prepack nur in SB angeboten.

Top-Adresse für Frischfisch
Und dann gibt es noch die Fischtheke, für Oeschger eine Herzensangelegenheit und die Top-Adresse für Frischfisch in Basel. Auch hier ist alles auf ganzheitliche Weiterentwicklung und Alleinstellung ausgerichtet. Das Angebot verteilt sich auf die 4,20 Meter große Fischtheke, ein vier Meter langes SB-Buffet, zwei Pre-Pack-Truhen sowie eine Zwei-Meter-Truhe mit hausgeräucherten Fischspezialitäten. Ein Grund für das Wachstum über die Jahre ist die umfassende Nachhaltigkeits-Strategie mit ASC- sowie MSC-Ware, einem wirklich ansehnlichen Bio-Angebot und wiederum Produkten aus der Region. Neueste und beste Beispiel hierfür sind Swiss Shrimps aus einer Kreislaufanlage in Rheinfelden sowie Egli und Felchen aus einer Indoor-Aquakultur in Birsfelden – alles in der Nähe.

Fakten im Fokus

5.250 qm Verkaufsfläche
90 Mitarbeiter
In diesem Jahr werden 52 Mio. Euro Umsatz angepeilt
37,10 Euro Durchschnittsbon
von montags bis freitags: 9 - 20 Uhr, samstags 9 - 18 Uhr


Schnell gelesen
Migros Basel, Münchensteinerstraße, CH 4052 Basel

  • Flagshipstore der Migros Basel mit 5.000 Quadratmeter Verkaufsfläche
  • Starke Prägung durch Eigenproduktion, zum Beispiel Hausbäckerei
  • Genau definierte Regionalität, regionale Produkte durchziehen die Sortimente wie ein roter Faden
  • Hoher Anteil von Bio-Produkten
  • Besondere Themenfläche im Frischebereich
  • „Vegi & Vegan“-Theke mit derzeit 25 Produkten
  • Nachhaltigkeit wird konsequent verfolgt und weiterentwickelt