Bildquelle: Mirco Moskopp, Peter Eilers, Sonja Plachetta

Rewe Kramer Recklinghausen Authentisch und kreativ

Die Kaufmannsfamilie Kramer lässt sich dauernd Neues einfallen, wie sie ihre Kunden in Recklinghausen begeistern kann. Ihr Rewe-Markt ist einer der Preisträger beim „Supermarkt des Jahres“.

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Supermarkt des Jahres 2018 Preisträger - Selbstständige bis 2.000 qm

Die Menschen einbinden. Was in Politik und vielen Unternehmen oft nur eine hohle Phrase ist, ist bei Rewe Kramer gelebte Praxis. Die Kaufmannsfamilie und die Mitarbeiter ihres als „Supermarkt des Jahres 2018“ ausgezeichneten Ladens in Recklinghausen gehen nicht nur auf die Wünsche ihrer Kunden ein, sie beziehen sie auch aktiv mit ein. So dürfen die Kunden mittels Verkostung entscheiden, welche Wurst zur Grillwurst der Saison gekürt wird. Oder sie stimmen darüber ab, welche Soße am besten zur Currywurst der Eigenmarke „Ruth Kramer‘s Hausmannskost“ passt. Deswegen gibt es davon übrigens zwei verschiedene Sorten – eine für Mädchen und eine für Jungs –, um den unterschiedlichen Geschmäckern von Frauen und Männern gerecht zu werden. Sie werden, wie alle rund 30 Varianten dieser Marke, frisch hergestellt und in Weckgläsern verkauft.

Fakten im Fokus
  • Verkaufsfläche: 1.610 qm
  • Mitarbeiter: 144 (davon 51 Vollzeitkräfte
  • Artikel: 25.500
  • Durchschnittsbon: 21,34 Euro
  • Umsatz 2017: 20 Mio. Euro

Die Menschen in der Region wissen zu schätzen, dass Kramers den Austausch mit ihnen suchen. Die Familie ist oft auf der Fläche präsent. „Wenn ich eine Runde drehe, brauche ich bestimmt eine Dreiviertelstunde, um alle zu begrüßen“, erzählt Inhaber Ralf Kramer. Die Familie setzt stark auf Personalisierung und steht mit Namen sowie Konterfei für die Qualität der hausgemachten Produkte, was auch die zweite Eigenmarke „Ralf Kramer‘s Gewürzmischungen“ beweist.

Kundennähe entsteht zudem in „Ralf Kramer‘s Beef & Smoke Club“. Etwa alle zwei Wochen gibt es Clubabende zu verschiedenen Grillthemen. Ralf Kramer und sein Fleischermeister Franz Sander grillen dann Spezialitäten im Smoker, der auch für externe Veranstaltungen gemietet werden kann, und verbringen einen geselligen Abend mit den Grillfreunden.

All dies sind Gründe dafür, warum die Kunden nicht zu Rewe zum Einkaufen fahren, sondern „nach Kramer“. Und wo sie sich wohlfühlen, bleiben die Menschen gern länger und geben auch mehr Geld aus, sodass im vergangenen Jahr der Umsatz zum ersten Mal die 20-Millionen-Euro-Marke passierte.

Damit die Kunden einen zusätzlichen Anreiz haben, sich länger in dem 1.610 Quadratmeter großen Markt aufzuhalten, bieten Kramers viele Möglichkeiten zum Direktverzehr an. Am Imbisswagen vor dem Markt gibt es wechselnde Angebote. Mittwochs ist zum Beispiel Reibeplätzchen-Tag. Es gibt auch einen Außenverkauf von Fischbrötchen und -gerichten. Und im Markt wird der Kunde direkt von Fischtheke und (untervermietetem) Sushi-Stand auf der einen Seite sowie heißer Theke, Pizza und Wurstspezialitäten auf der anderen Seite empfangen. Wer lieber zu Hause essen möchte, kann sich an der zweiten heißen Theke neben der Fleischtheke im hinteren Teil des Marktes auch ein frisch vor Ort hergestelltes Gericht für den Transport einschweißen lassen.

Schnell gelesen
  • Rewe Kramer, Oerweg 89A,45657 Recklinghausen
  • Die Kaufmannsfamilie Kramer setzt auf Personalisierung und Eigenproduktionen. Dazu zählen auch die Eigenmarken „Ruth Kramer‘s Hausmannskost“ und „Ralf Kramer‘s Gewürzmischungen“.
  • Ein besonderes Kundenbindungsinstrument ist der „Beef & Smoke Club“. Wer „Bock auf Grillen“ hat, kann etwa alle zwei Wochen zu einem Clubabend kommen, der jeweils ein bestimmtes Thema hat.
  • Es gibt ein Gastro-Konzept mit vielen Möglichkeiten zum Direktverzehr im und vor dem Markt, was Verweildauer sowie den Durchschnittsbon der Kunden verlängert. 

Die Theken sind ebenfalls ein Kundenmagnet. Beispiel Fleischtheke: Besonders die Steaks, Spieße und Hackfleischprodukte sind laut Metzgermeister Markus Wehnes beliebt. Das sei auch kein Wunder, findet er. Schließlich „ist unser Mett das beste in ganz NRW“. Seit Ende 2017 haben Kramers auch einen eigenen Dry-aged-Beef-Reifeschrank. Neu im Angebot ist zudem das Maishähnchen Ki-Roy, das nach einer Einführungsphase künftig auch ausschließlich an der heißen Theke verkauft werden soll. Dafür planen Kramers die Anschaffung eines Hähnchengrillers.

Wer trotz dieses Angebots nicht „nach Kramer“ kommen mag oder kann, für den bietet die Familie einen Lieferdienst an. Rund 150 Kunden nutzen diesen Service derzeit pro Woche. Um dieser Bequemlichkeit Rechnung zu tragen, ist außerdem ein kleiner Online-Shop in Planung. Dort soll es zunächst Tickets für den Grillclub und später auch die Eigenmarken-Produkte geben.