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Edeka Nettersheim Einkaufserlebnis der Extraklasse

Reiner Mihr | 22. April 2016

Jahrelang wurde geplant, geändert und dann doch gebaut. Im Dezember 2015 eröffnete Uwe Nettersheim seinen 3.700 qm großen Markt in Meerbusch-Osterath. Wie der Kaufmann „Wohlfühlatmosphäre“ in diesem Markt schafft.

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Eine jahrelange Planungs-, Genehmigungs- und Baugeschichte ging im Dezember 2015 endlich zu Ende: Uwe Nettersheim eröffnete seinen 3.700 qm großen Markt in Meerbusch-Osterath. Entstanden ist ein Hingucker, der sich mit den „Großen“ der Branche messen kann und der den Kunden „Wohlfühlatmosphäre“ bietet.

Der „Leidensweg“ durch sämtliche Instanzen der Bürokratie begann vor mehr als zehn Jahren. Denn es gab Widerstände. Vor allem Händler im nahen Osterather Ortskern machen sich Sorgen, dass der neue Markt Kunden und Kaufkraft abziehen könnte. Somit wurde aus der geplanten Eröffnung im Jahr 2009 der Dezember 2015. Eine Planungsdauer, die allerdings andere Händler auch kennen. „Dadurch haben wir oft unsere Pläne wieder umgeworfen und neu gedacht“, sagt Uwe Nettersheim. Er betreibt mit seiner Frau Gabriele und Tochter Nina nebst Partnerin Vanessa den Markt.

„Wir lassen den Betreibern immer viel freie Hand“, sagt Wolfgang Nottebohm, Vertriebsleiter der Edeka Rhein-Ruhr. Dieser müsse seine Persönlichkeit einbringen. „Wie tickt der Betreiber?“ sei einfach eine wichtige Frage bei der Umsetzung eines neuen Standortes. Dessen Vorstellungen, ergänzt durch das Know-how der Zentrale, die Gegebenheiten des Standortes sowie eine Beurteilung der Aktivitäten anderer Händler am Ort, führten letztlich zum Markt-Konzept. Und Nottebohm lobt die Kaufleute: „Eine Stärke von Rhein-Ruhr sind die guten Kaufleute.“ Die Edeka Rhein-Ruhr ist Hauptpächter des Gebäudes, die Nettersheims wiederum Mieter.


Fakten im Fokus

Eröffnung: 1.12.2015
Bruttofläche: 5.600 qm
Reine Verkaufsfläche: 3.700 qm
Getränkemarkt: 650 qm
Parkplätze: 345
Mitarbeiter: rund 100 Köpfe
Durchschnittsbon: etwa 20 Euro
Umsatzziel: 13 bis 14 Mio. Euro/Jahr

Slogan: „Willkommen zu Hause“
Die Familie betreibt zwei Märkte, neben dem neuen „Flaggschiff“ in Osterath noch einen weiteren im Meerbuscher Ortsteil Büderich. Wichtig ist für Nettersheim neben Warenvielfalt und angepasstem Sortiment, der Frische, guten Mitarbeitern vor allem, dass sich die Kunden wohlfühlen. „Wie schaffe ich also die viel beschworene Wohlfühlatmosphäre?“, fragt sich der Kaufmann. Dazu thematisiert Nettersheim zunächst seine Heimat auch im Markt (Slogan „Willkommen zu Hause“) mit regionalen Produkten und optischen Hinweisen. Der Markt bietet Platz, Übersicht sichern gut dimensionierte Regale. Dezente Farben, meist helle Fliesen – dunklere weisen zum Teil den Weg –, klug ausgeleuchtete Ware, gut lesbare Beschriftung der Abteilung, keine überflüssige Zweitplatzierung: All das macht Einkaufen einfach. Angenehm auch die Kühl- und Tiefkühlmöbel, die hier mit LED-Leuchten Atmosphäre schaffen. Auf technisch neuen Stand ist der Markt ohnehin. Auf dem Dach f indet sich die Photovoltaik-Anlage, es gibt keine Gas- oder Ölheizung, keine Klima-Anlage, dafür ein besonderes Belüftungskonzept. Auch die durchgängige LED-Beleuchtung spart Energiekosten.

Schon in der Mall signalisiert die Blumenabteilung Freundlichkeit, die Edeka-eigene Bäckerei Bittner mit eigenständigem Café macht Appetit. Der eigentliche Markt empfängt den Kunden mit einem großzügigem Conveniencebereich, bevor es in die Obst- und Gemüseabteilung geht. Mitten im Geschäft, vor den Bedienungstheken (25 lfd. m mit Fisch, Fleisch, Wurst und Käse), ist Bistro. Nettersheim ist ehrlich: „Auf das Gastronomieangebot würde ich nicht mehr verzichten, es zieht Kunden, hält sie im Markt und sorgt für Kommunikation.“ Insgesamt sei das Thema „etwas überhitzt“, und für die Wirtschaftlichkeit brauche es noch ein wenig Zeit.

Zahlen, die Zählen

Artikelzahl rd: 40.000
Investition in Mio. Euro: 3,5
Handzettelauflage: 45000

Die Vielfalt des rund 40.000 Artikel umfassenden Sortiments wird am Pasta-Angebot deutlich. Hier findet sich alles, von der klassischen Eiernudel in vielen Varianten bis zur Original italienischen und – ein Highlight – frischer Pasta. Der Getränkemarkt ist vom Markt getrennt, hat auch einen eigenen Eingang, ist aber durch einen Durchgang erreichbar. Es gibt hier keine Paletten-Platzierung, jeder Kasten ist gestellt, die Gänge breit, es gibt keine hohen Aufbauten. Insgesamt kann Nettersheim noch keine schwache Abteilung ausmachen, die Kunden nehmen den Markt als Ganzes an. Und das zeigt sich in den Kassen (sieben an der Zahl): Nach dem 5-Jahresplan ist Familie Nettersheim nach knapp sechs Monaten eigentlich schon im dritten Jahr, schmunzelt Nottebohm. „Unsere Ziele sind sehr realistisch“, sagt dazu Uwe Nettersheim, „13 bis 14 Mio. Euro Umsatz werden wir im Jahr schaffen.“