Manor - Genf (Schweiz) Der Lokalmatador

Der Schweizer Retailer Manor ist mit seinen 3 Prozent Marktanteil klein, aber in Sachen Regionalität ein Riese. Bereits vor zehn Jahren startete das Lokal-Konzept.

Donnerstag, 13. Januar 2011 - Ladenreportagen
Artikelbild Der Lokalmatador
Bildquelle: Mugrauer

Regionalität war gestern, heute ist das Lokal-Konzept bei Manor ein Frequenzbringer. Lieferanten fürfen nur aus einem Umkreis von 30 km stammen, bei exotischen Produkten müssen 60 Prozent der Wertschöpfung lokal generiert werden. 60 lokale Lieferanten hat der Manor-Markt in der Genfer Rue Cornavin, darunter Fischer vom Genfer See. Auffällig die vielen „Bedienen-Sie-sich-Theken". In Sachen Selbstbedienung gibt es quasi alles doppelt: einmal fertig verpackt sowie zum selber mischen/zusammenstellen etc. – von Brot und Gebäck, über Gemüse und Muscheln bis hin zu Sushi. Frische, Hand- und Hausgemachtes haben Priorität. Manor ist der einzige Schweizer Retailer, der sein komplettes Brotangebot (zu 100 Prozent bio) mehrmals täglich frisch auf der Verkaufsfläche produziert.

Gebacken wird zum Teil mit Urkorn. Etwa 200.000 Pizza-Stücke (zu je 4 CHF) verkauft die Filiale jährlich, zudem 3 t hausgemachte Schokolade (41,5 CHF/kg). Der Apfelsaft im Manora-Restaurant wird frisch vor den Augen der Kunden hergestellt. Ungewöhnlich: das Affinage-Konzept. Claude Lusisier reift und verfeinert Käse (z.B. Ziegen-Camembert) exklusiv für Manor. Die Charcuterie-Abteilung (mediterrane Marktatmosphäre) ist etwas fürs Auge, genauso wie die Weinabteilung. Rum gibt es sogar zum Selberabfüllen. Öl und Essig stehen immer mit etwas Brot zum Probieren bereit. Dieses Warenhaus sollen täglich mehr Menschen „besuchen" als den Pariser Eiffelturm.

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