Müller-Brot Hygienemängel schon länger bekannt

Lebensmittel Praxis | 03. Februar 2012

Staatsanwälte haben das Unternehmen Müller-Brot, dessen Produktion in Neufahrn wegen verschmutzter Maschinen jetzt stillgelegt wurde, bereits seit vorigem Sommer im Visier. Das Unternehmen backt bis zu 1 Mio. Brötchen und Brezeln sowie rund 70.000 Brote am Tag.

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Wegen gravierender Hygienemängel (verschmutzte Maschinen) war die Produktion am Zentralsitz der Großbäckerei in Neufahrn stillgelegt worden. Das Unternehmen hatte nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa schon in der Vergangenheit Probleme mit der Hygiene. So habe das Landratsamt Freising bereits am 10. Mai 2011 die Staatsanwaltschaft auf Hygienemängel in dem Betrieb hingewiesen, bestätigte Oberstaatsanwalt Markus Kring Informationen des Bayerischen Rundfunks. Dabei war es in erster Linie darum gegangen, wie die Verschmutzungen der Produktionsanlagen abgestellt werden können. Der Staatsanwalt nannte das Bemühen um bessere Hygiene in der Großbäckerei ein „stetiges Auf und Ab". Neben verschmutzen Maschinen war jetzt erstmals auch von einem erheblichen Schädlingsbefall in dem Betrieb die Rede.

Die Großbäckerei erzielt nach eigenen Angaben einen Umsatz von rund 115 Mio. Euro pro Jahr. Neben Brot und Brötchen für die eigenen Filialen produziert Müller-Brot auch Produkte, die im LEH verkauft werden. Das Unternehmen gehört zur Ostendorf-Gruppe. Müller-Brot zählt nach Angaben des Verbands Deutscher Großbäckereien zu den zehn größten Bäckereiketten Deutschlands. Schwerpunkt ist Bayern. Die Firma beschäftigt insgesamt etwa 1.300 Mitarbeiter.

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