Beiersdorf Erste Einbußen

Lebensmittel Praxis | 05. Mai 2011

Die laufende Sortimentsstraffung im Unternehmensbereich Consumer hinterlässt bereits erste Spuren in der Bilanz des Hamburger Beiersdorf-Konzerns. Im ersten Quartal des Jahres ging Umsatz verloren.

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Das Minus im Bereich Consumer lag im ersten Quartal 2011 bei 1,6 Prozent, wie das Unternehmen mitteilt. Der nominale Umsatz ging von 1,173 auf 1,172 Mrd. Euro zurück. Das betriebliche Ergebnis ohne Sondereffekte lag bei 138 Mio. Euro (Vorjahr: 161 Mio. Euro), die EBIT-Umsatzrendite bei 11,7 Prozent (Vorjahr: 13,7 Prozent).

Aufgrund von Sortimentsstraffungen und dem Rückzug aus dem Geschäft mit Nivea Make-up musste vor allem das Europa-Geschäft Einbußen verzeichnen. In Deutschland lagen die Erlöse bei 183 Mio. Euro (Vorjahr: 194 Mio. Euro) und damit organisch um 5,8 Prozent unter Vorjahr. In den anderen Märkten Westeuropas schrumpfte der Umsatz um 6,5 Prozent auf 399 Mio. Euro (Vorjahr: 421 Mio. Euro). In der Region Osteuropa stiegen die Umsätze um 0,6 Prozent auf 140 Mio. Euro (Vorjahr: 139 Mio. Euro).

Positiv entwickelte sich weiterhin der Unternehmensbereich tesa. Hier erzielte Beiersdorf im ersten Quartal 2011 einen Umsatz in Höhe von 234 Mio. Euro (Vorjahr: 209 Mio. Euro) – ein organisches Plus von 10,1 Prozent. Insbesondere der Geschäftsbereich Industrie konnte weiterhin Umsatzzuwächse mit der Automobil- und Elektronikindustrie verzeichnen. Das EBIT erhöhte sich im ersten Quartal auf 29 Mio. Euro (Vorjahr: 25 Mio. Euro). Die EBIT-Umsatzrendite stieg damit von 11,9 Prozent auf 12,2 Prozent.

Insgesamt verzeichnete Beiersdorf in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres eine organische Umsatzentwicklung von plus 0,1 Prozent. Zu aktuellen Wechselkursen lag der Konzernumsatz um 1,7 Prozent über Vorjahr und betrug 1,406 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,382 Mrd. Euro). Das betriebliche Ergebnis (EBIT) ohne Sondereffekte fiel von 186 Mio. auf 167 Mio. Euro. Die EBIT-Umsatzrendite belief sich damit auf 11,8 Prozent nach 13,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis nach Steuern erhöhte sich auf 125 Mio. Euro (Vorjahr: 122 Mio. Euro).