Fischfang Weltmeere überfischt wie nie zuvor

Lebensmittel Praxis | 31. Januar 2011

Nach Zahlen der UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) sind ein Drittel (32 Prozent) der weltweiten Fisch-Bestände überfischt oder bereits zusammengebrochen. Gleichzeitig habe der Fischverzehr einen Pro-Kopf-Höchststand erreicht.

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Dies sei möglich, weil es Jahr pro Jahr etwa 7 Prozent mehr Zuchtfisch gibt, heißt es in dem von der FAO herausgegebenen Weltfischereireport. Im Jahr 2009 wurden etwa 17 kg Fisch pro Kopf konsumiert - so viel wie noch nie zuvor. „Nun ist es amtlich: Die Meere können den wachsenden Bedarf nach Fisch nicht mehr decken, fast jeder zweite Fisch kommt bereits aus der Massentierhaltung", erklärt WWF-Fischereiexpertin Karoline Schacht in Hamburg. Die versprochene Trendwende in der Fischereipolitik sei jedenfalls ausgeblieben, kritisiert der WWF. Nach Angaben der FAO sind Fischprodukte das meistgehandelte Nahrungsmittel der Welt mit einem Rekordwert von etwa 102 Mrd. USD (75 Mrd. Euro), hält die FAO fest. Gleichzeitig erreichte die globale Fischproduktion (2009) mit insgesamt 145 Mio. t eine neue Höchstmarke.