Logistik Lorenz stellt Palettenlogistik komplett auf Chep-Kreislaufsystem um

Der Snackhersteller Lorenz verabschiedet sich vom klassischen Palettentausch und setzt künftig vollständig auf das Pooling-System des Vermieters Chep. Alle drei deutschen Werke werden umgestellt. Das Unternehmen verspricht sich davon weniger Verwaltungsaufwand und eine stabile Palettenqualität.

Dienstag, 06. Oktober 2026, 11:25 Uhr
Manuel Glasfort
Lorenz Snacks setzt auf Chep-Paletten, auch in seinem Werk im niedersächsischen Hankensbüttel. Bildquelle: Lorenz

Der Snackhersteller Lorenz hat sein gesamtes Palettenmanagement auf das Pooling-System des Palettenvermieters Chep umgestellt. Damit verabschiedet sich das Unternehmen vom bisherigen Tauschsystem mit weißen Europaletten, wie Chep mitteilte.

Künftig beliefert Chep die drei deutschen Produktionsstandorte von Lorenz im niedersächsischen Hankensbüttel, im bayerischen Neunburg vorm Wald und im sächsischen Kreba-Neudorf mit Mietpaletten. Statt Paletten direkt zwischen einzelnen Unternehmen zu tauschen, nutzt Lorenz nun ein Kreislaufmodell: Chep übernimmt die Rückführung, Inspektion und bei Bedarf die Reparatur der Paletten, bevor diese erneut eingesetzt werden. Die bisher nötige Abstimmung und Führung von Palettenkonten entfällt damit.

Bislang setzte Lorenz auf weiße Tauschpaletten, bei denen Spediteure für jede angelieferte volle Palette eine leere zurückerhielten. Dieses System war laut Mitteilung mit erheblichem Verwaltungsaufwand und schwankender Palettenqualität verbunden. Als Gründe für den Wechsel nannte das Unternehmen den einheitlichen Qualitätsstandard der Chep-Paletten, deren breite Akzeptanz im Handel sowie das Kreislaufprinzip. „Nachhaltigkeit endet für uns nicht beim Produkt oder bei der Verpackung, sondern umfasst die gesamte Lieferkette“, zitierte Chep Stefan Bender, Logistikleiter bei Lorenz, in der Mitteilung.

Chep verweist auf regulatorische Anforderungen

Jonas Glöckler, Chep-Landeschef für Deutschland, Österreich und die Schweiz, betonte den Stellenwert des Pooling-Modells vor dem Hintergrund wachsender regulatorischer Anforderungen: „Die Instandhaltung vorhandener Ladungsträger unterstützt einen effizienteren Umgang mit Ressourcen und trägt dazu bei, Lieferketten wirtschaftlicher zu gestalten.“

Lorenz beschreibt sich nach eigenen Angaben als unabhängiges Familienunternehmen mit rund 3.000 Beschäftigten und zählt sich zu den führenden Anbietern im europäischen Snackmarkt. Zum Sortiment gehören unter anderem Kartoffelchips, Salzstangen, Erdnussflips und Nuss-Frucht-Mischungen. Chep ist nach eigenen Angaben in mehr als 60 Ländern aktiv und verwaltet als Teil der Brambles Group rund 352 Millionen Paletten und Container.

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