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Multichannel Multichannel zahlt sich aus

Sonja Plachetta | 16. Januar 2014

Auch wenn der Online-Einkauf von Lebensmitteln in Deutschland noch nicht etabliert ist, lohnt sich ein Internet-Shop auch für Lebensmittelhändler.

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Lidl ist zum Beispiel für gut jeden vierten Konsumenten der bevorzugte Multichannel-Einzelhändler , wie aus einer repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervorgeht. Im Vorjahr hatte der Discounter mit 8 Prozent nur auf dem achten Rang gelegen.

Auf dem zweiten Rang folgt in diesem Jahr der Modefilialist H&M (20 Prozent) vor Edeka und Rewe (jeweils 18 Prozent). „Bemerkenswert ist das gute Abschneiden der Lebensmittelhändler im Beliebtheitsranking. Zwar kaufen erst vergleichsweise wenige Befragte frische Lebensmittel via Internet, die Multichannel-Strategie wird aber positiv wahrgenommen . Es ist daher davon auszugehen, dass schon bald mehr Konsumenten online bestellen und sich Lebensmittel nach Hause liefern lassen“, kommentiert Gerd Bovensiepen, Partner und Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter in Deutschland und Europa bei PwC.

Ein wichtiges Ergebnis der Umfrage ist außerdem, dass sich ein Viertel der Konsumenten vor dem Lebensmitteleinkauf im Internet informieren möchte. Vor einem Jahr waren es nach Angaben von PwC noch 10 Prozent weniger. „Neben den Online-Shops werden Informationsangebote im Internet und Apps zur Einkaufsplanung immer stärker wahrgenommen. Dies ist unserer Ansicht nach ein wichtiger Schritt, um das Online-Shopping auch im Lebensmittelsegment zu etablieren“, so Bovensiepen.

Der Umfrage zufolge können stationäre Einzelhändler punkten, wenn die Verfügbarkeit von Waren im Ladengeschäft im Internet abrufbar ist – immerhin 83 Prozent der Befragten legen Wert auf diesen Service. Für zwei Drittel der Konsumenten zeichnen sich gute Filialisten auch dadurch aus, dass sie Online-Bestellungen in den Geschäften zurücknehmen. Jeder dritte Befragte schätzt die persönliche Ansprache via Social Media.

Befragt wurden 1.005 Konsumenten, die mindestens einmal im Internet eingekauft haben. Berücksichtigt wurden nur Einzelhandelsketten, die neben ihren Filialen mindestens einen weiteren Vertriebskanal, etwa einen Online-Shop, unterhalten.