Leser fragen ... Wie man Weihnachtsbäume verkauft

Hintergrund

Leser fragen und Experten antworten. In dieser Ausgabe erklärt Saskia Blümel, wie Händler und Weihnachtsbaumverkäufer gemeinsam profitieren.

Freitag, 05. Dezember 2025, 07:40 Uhr
Hedda Thielking
Saskia Blümel ist Leiterin der Geschäftsstelle Verband natürlicher Weihnachtsbaum. Sie vermarktet Weihnachtsbäume ab Hof in Moisburg und auch vor Supermärkten. Bildquelle: Maren Martens

Win-win-Situation

Der Verkauf von frischen, regionalen Weihnachtsbäumen auf dem Supermarktparkplatz kann für beide Seiten – Händler und Baumverkäufer – ein Erfolgsmodell sein. In der Adventszeit, wenn ohnehin Hochbetrieb herrscht, sorgt das zusätzliche Angebot für weihnachtliche Stimmung und mehr Frequenz. Für Sie als Händler bedeutet das: Stammkunden kommen häufiger, verweilen länger – und Sie können auch neue Käufer hinzugewinnen. Zusätzliche Umsätze im Markt und Einnahmen durch Standmiete oder Umsatzbeteiligung machen den Baumverkauf zu einem lohnenden Zusatzgeschäft.

Der Weihnachtsbaumverkäufer wiederum profitiert von der hohen Kundenfrequenz und der Attraktivität des Standorts.

Standort und Ausstattung

Der Erfolg beim Baumverkauf beginnt mit kompetentem Personal und dem perfekten Standort. Der Stand sollte auffallen – am besten auf dem Weg zum Eingang Ihres Marktes oder gut sichtbar an der Zufahrt. Die Fläche muss befestigt, gut zugänglich und groß genug sein, um die Bäume attraktiv zu präsentieren, Lagerflächen und Raum für eine Netzmaschine zu schaffen sowie eventuell eine kleine Verkaufshütte aufzustellen.

Eine ansprechende Beleuchtung sorgt nicht nur für Sicherheit, sondern sie schafft auch stimmungsvolles Ambiente. Ein Stromanschluss ist daher unverzichtbar – ebenso wie eine kleine Heizmöglichkeit für das Verkaufspersonal. Wenn Sie den Baumverkäufer dabei unterstützen und auf eine saubere, gepflegte Optik achten, schaffen Sie ein professionelles Gesamtbild und stärken das Vertrauen der Kunden. Informieren Sie den Weihnachtsbaumverkäufer auch über Ihre Klientel, damit er sein Sortiment anpassen kann.

Professionell werben und zusammenarbeiten

Hinweise auf den Baumverkauf – etwa auf Plakaten vor dem Markt, durch Marktdurchsagen, über Handzettel oder Social-Media-Beiträge – machen neugierig auf das Zusatzangebot. Betonen Sie dabei die Regionalität und Frische der Bäume. Eine gemeinsame Finanzierung der Werbemaßnahmen kann sich für beide Partner lohnen.

Zudem bieten sich gemeinsame Aktionen an, beispielsweise Einkaufsgutscheine beim Baumkauf oder montags bekommen Kunden fünf Euro Rabatt auf einen Weihnachtsbaum. Manche Händler bieten auch einen Lieferservice für die Bäume an. Solche Maßnahmen steigern nicht nur den Absatz, sondern stärken auch das Image Ihres Marktes.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig die partnerschaftliche Zusammenarbeit ist. Faire Absprachen zu Flächennutzung, Werbung und Aktionen sind die Grundlage für einen reibungslo­sen Ablauf. Der Baumverkäufer sollte sich von Ihnen unterstützt fühlen – nur so entstehen Vertrauen und Motivation. Eine frühzeitige Planung erleichtert zudem die Organisation in der umsatzstärksten Zeit des Jahres und schafft die Basis für eine langfristige Kooperation.

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