Innovative Retail Laboratory Der Konkurrenz immer einen Schritt voraus - „FibreShelf“

Globus fördert die Entwicklung neuer Technologien im Innovative Retail Laboratory. Manche sind schon in Märkten im Einsatz.

Montag, 06. Oktober 2014, 12:41 Uhr
Sonja Plachetta
Artikelbild Der Konkurrenz immer einen Schritt voraus - „FibreShelf“

Regallücken werden sofort erkannt
Mit dem Regal „FibreShelf“ bleibt „Out of Stock“ nicht mehr unentdeckt. Das funktioniert mittels eines speziellen Regalbodens, in den Glasfaserkabel integriert sind. Diese senden mithilfe einer unterhalb des Regals angebrachten
Kamera durchgehend Signale. So wird permanent abgeglichen, ob die Artikel noch an der für sie vorgesehenen Stelle stehen. Ist dies
nicht der Fall, wird dem Mitarbeiter auf seinem Überwachungsdisplay „Empty“ (leer) angezeigt. Wurde ein falscher Artikel ins Regal gestellt, erhält er den Hinweis „Wrong“ (falsch).

Obstkiste „steuert“ die Warenauszeichnung
Zusatzinformationen werden auch bei Obst und Gemüse stärker nachgefragt.    
Die Obstkisten mit eingebautem RFID-Chip erleichtern den Mitarbeitern die Auszeichnung. Auf den Chips sind Informationen zu Sorte, Herkunft, Handelsklasse, Preis sowie weitere Hinweise zum Umgang mit der Ware gespeichert. Diese werden automatisch auf dem Display an der Obstkiste eingeblendet, sobald der Mitarbeiter eine neue Kiste auf der Schnittstelle platziert hat. So bleiben die Angaben des „digital Signage“ auch bei häufigem Warenwechsel stets aktuell.

Software errechnet ideale Regalgestaltung
Wie ein Händler den Profit eines Regals optimieren kann, dafür hat das IRL einen Algorithmus entwickelt. Es wird z. B. errechnet, wie sich der Absatz von Marke A entwickeln würde, wenn Marke B ausgelistet würde, wie viele Facings nötig sind, um den optimalen Abverkauf zu erreichen oder wie Produkte beim Kunden ankommen, je nachdem, wie sie nebeneinander platziert sind. Zudem eine Hilfe für die Mitarbeiter: Die Software der„Space Planning“-Applikation bereitet
dreidimensional auf, wie ein Regal am besten aussehen sollte.

RFID-Schleuse erleichtert Bezahlvorgang
Bezahlen, ohne die Ware aufs Kassenband zu legen, das geht: Die Kunden fahren den Wagen in die RFIDSchleuse, wo alle Produkte automatisch erkannt werden. Dann kann der Kunde bargeldlos bezahlen, etwa mit einem mobilen Gerät mit NFC-Technologie (z. B. Smartphone oder Autoschlüssel) oder per Fingerabdruck. Der Bezahlvorgang ist zügig abgeschlossen. Zusatzfunktion: Der gekaufte Artikel wird gespeichert. Will ihn ein Kunde umtauschen, kann der Händler erkennen, ob das Produkt wirklich bei ihm gekauft wurde.

Kunde muss nur noch auf ein Produkt zeigen
Normalerweise ist nicht immer ersichtlich, welche Wurst aus der Theke der Kunde wirklich kaufen will. Im IRL schon. Eine Tiefensensorkamera über der Theke erkennt, auf welche Wurstsorte der Kunde zeigt. Die Nachfrage, welche Wurst genau er meint, entfällt. Das Beratungsgespräch kann sofort beginnen. Hat die Kamera die Wurst identifiziert, wird die Information übertragen auf die beiden Waagen-Displays. Der Kunde sieht den Preis sowie einige Produktinformationen, der Verkäufer bekommt zudem Hintergrundwissen  angezeigt, um den Kunden noch besser beraten zu können.

Kühlschrank kommuniziert mit dem Supermarkt
Der intelligente Kühlschrank zeigt nicht nur an, welche Produkte darin falsch gelagert
oder kurz vor Ende des MHD sind. Auch der zurückgelegte Lieferweg und der Temperaturverlauf kann angezeigt werden, alles mittels RFID. Zudem kann jeder Benutzer auf dem Touchscreen ein Profil anlegen und wird dann gewarnt, wenn er ein Produkt entnimmt,
das für ihn ungeeignet ist. Am Bildschirm können Einkaufslisten erstellt werden, die der Einkaufswagen im Supermarkt, Registrierung vorausgesetzt, erkennt. Sogar während des Einkaufs aktualisiert sich die Liste, sollte jemand zu Hause noch Artikel hinzufügen.
Der Kühlschrank durchsucht auch Werbeprospekte nach passenden Angeboten.

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Bild öffnen Wagen organisiert Navigation und Einkaufsliste
Bild öffnen Optimale Vergleichbarkeit dank des Produkt-Beraters
Bild öffnen Regallücken werden sofort erkannt
Bild öffnen Obstkiste „steuert“ die Warenauszeichnung
Bild öffnen Software errechnet ideale Regalgestaltung
Bild öffnen RFID-Schleuse erleichtert Bezahlvorgang
Bild öffnen Freunden Botschaften per Keks zukommen lassen
Bild öffnen Kunde muss nur noch auf ein Produkt zeigen

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