Bargeldmanagement „Durch die neue Technik schärfe ich mein Profil als Dienstleister“ - Self-Checkout-Kassen

Mehr Sicherheit bei der Bargeldhandhabung und vor allem mehr Service für den Kunden: Edeka-Händler Gerd Grümmer installiert nach einer Testphase seine innovative Kassen-Lösung in allen vier Filialen.

Donnerstag, 06. Februar 2014 - Management
Sonja Plachetta
Artikelbild „Durch die neue Technik schärfe ich mein Profil als Dienstleister“ - Self-Checkout-Kassen
Bildquelle: Micros Retail Deutschland

Inhaltsübersicht

Wie gut werden die Self-Checkout-Kassen angenommen?
Die Self-Checkout-Kassen werden nach einer Eingewöhnungsphase sehr gut angenommen. In den ersten Monaten standen die Filialmitarbeiter unseren Kunden dabei zur Seite und haben intensive Unterstützung beim Umgang mit dem neuen System angeboten. Auf diese Weise konnten Berührungsängste mit der neuen Technik abgebaut werden, sodass mittlerweile auch wenig technik-affine Kundengruppen sehr gut damit zurechtkommen. Es gibt zwar einen sehr geringen Anteil an Kunden, die das neue System ablehnen, doch der Großteil hat die Lösung sehr gut angenommen.

Welche Probleme gibt es mit dem neuen System?
Der Erfolg der Lösung hängt an der Akzeptanz durch die Kunden. Daher hatten die Mitarbeiter in der Anfangsphase ausreichend Zeit für eine intensive Betreuung. Dieser Aspekt ist von entscheidender Bedeutung, um die Veränderungsbereitschaft der Kunden zu fördern und sie dazu anzuregen, sich mit der neuen Technik auseinanderzusetzen. Die Erfahrung in der Pilotfiliale in Boostedt hat gezeigt, dass dies der richtige Weg war. Mittlerweile hat sich die Lösung dort in der alltäglichen Praxis bewährt, und die positiven Rückmeldungen zeigen mir, dass sich die Umstellung auszahlt.

Funktionierte das Zusammenspiel der verschiedenen technischen Komponenten sofort?
Die Handhabung der Hardware-Komponenten funktionierte von Anfang an einwandfrei. Eine besondere Herausforderung in der Anfangsphase lag aber in der Synchronisation der verschiedenen Software-Welten. Schließlich handelte es sich bei der Kooperation im Rahmen des geschlossenen Bargeldkreislaufs um eine neue Lösung für alle Beteiligten. Bei der Installation in der Pilotfiliale musste daher zunächst die Schnittstelle zwischen Bank und Kasse sauber definiert werden. So war zum Beispiel zunächst eine Echtzeit-Verbuchung aller Umsätze vorgesehen. Ein Testlauf hat schnell gezeigt, dass die Wertstellung auf Basis von Kassenbuchungen in der Praxis eher unpraktisch ist. In enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern sind wir stattdessen zu einer tagesaktuellen Sammelbuchung der Umsätze übergegangen.

Wieso bieten Sie Ihren Kunden Bankgeschäfte unabhängig von einem Einkauf an?
Als Dienstleister für meine Kunden möchte ich ihnen ihren Alltag erleichtern. Deswegen ermögliche ich ihnen, ihre Bankgeschäfte in meinen Edeka-Märkten zu erledigen, ohne diesen Service an einen Einkauf zu knüpfen. Als Händler profitiere ich ohnehin von der erhöhten Kundenfrequenz, und für viele Kunden liegt es natürlich nahe, ihre Bankgeschäfte mit einem Einkauf zu verbinden.

Bis wann soll sich die Investition amortisiert haben?
In der Regel amortisieren sich unsere Investitionen in fünf bis sechs Jahren.

Fotos: Micros Retail Deutschland