Anfang des Jahres zeigte die Weltleitmesse Ambiente in Frankfurt die neuesten Trends und Entwicklungen rund um Küchenhelfer, Töpfe und Bratpfannen. Die Hersteller haben auf die Herausforderungen durch neue EU-Umweltvorgaben bei der Beschichtung und Kreislaufwirtschaft längst reagiert. Auch der Verbraucher fragt nach nachhaltigeren Produkten und setzt die Branche unter Druck.
Besonders im Fokus stehen derzeit innovative Materialien und Technologien, die die Umweltauswirkungen minimieren und die Nutzungsdauer der Produkte verlängern. Inzwischen zeigen die Hersteller und Importeure bei ihren neuen Produkten unterschiedlichste Designs und Funktionen, die auch auf eine verbesserte Energieeffizienz im Küchenalltag abzielen.
Für jede Anwendung eine Pfanne
Bratpfannen bestehen aus verschiedenen Materialien wie Edelstahl, Gusseisen oder Aluminium. Jedes Material hat spezifische Eigenschaften in Bezug auf Wärmeleitung, Haltbarkeit und Pflege. Aluminium ist leicht und leitet Wärme gut, während Edelstahl für seine Robustheit bekannt ist. Gusseisen hält die Wärme hervorragend, benötigt aber mehr Pflege. Neu auf dem Markt sind Pfannen aus Recyclingmaterial wie etwa aus wiederverwendetem Aluminium. Das sind umweltfreundliche Optionen für das Regal. Hersteller informieren inzwischen auch über die Herkunft und Verarbeitung der Materialien, da dies im engen Pfannenmarkt ein echtes Unterscheidungsmerkmal ist.
Neue Beschichtungen gefragt
Die Beschichtung einer Pfanne beeinflusst, ob Lebensmittel an der Oberfläche haften bleiben. Früher wurden häufig per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) verwendet, die jedoch umwelt- und gesundheitsschädlich sein können. Moderne Pfannenmarken verwenden Alternativen wie Keramik- oder Silikonbeschichtungen. Das Label „PFAS-frei“ lässt eine gesundheitsbewusste Wahl im Einzelhandel zu. Ein neues Feature sind austauschbare Griffe, die nicht nur eine besondere Ästhetik ermöglichen, sondern auch die Langlebigkeit erhöhen. Sollte ein Griff beschädigt sein, kann er einfach ersetzt werden, ohne eine neue Pfanne kaufen zu müssen. Dies reduziert Abfall und spart Ressourcen.
Energieeffizienz ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Eine gute Pfanne sollte die Wärme gleichmäßig verteilen und halten, um Energie beim Kochen zu sparen. Dicke Böden und gut schließende Deckel können die Wärme besser speichern. Pfannen werden längst speziell für unterschiedlichste Anwendungen sowie Kochfelder optimiert – sei es Induktion, Gas oder Elektro.
Grundausstattung und Pflegehinweise
28er Pfanne gängig
In jeder Küche sollte nach Aussagen der Hersteller mindestens eine beschichtete Bratpfanne in mindestens zwei Größen vorhanden sein. Bei der Stielpfanne ist aktuell ein Durchmesser von rund 28 Zentimetern am oberen Rand die gängigste Größe. Damit können idealerweise von großen Pfannkuchen bis hin zu zwei Schnitzeln viele Gerichte gebraten werden.
Robust und pflegeleicht
Edelstahlpfannen sind weiterhin beliebt und bekannt für ihre einfache Pflege und Robustheit gegenüber scharfen Gegenständen wie Stahlschwämmen, Messern und Gabeln sowie aggressiven Spülmaschinentabs. Sie sind rostfrei, was das Marinieren und Lagern von Speisen in der Pfanne ermöglicht, ohne dass diese einen metallischen Geschmack annehmen.
Rost- und abriebsfrei
Metallschaber und Pfannenwender beschleunigen den Verschleiß bei Keramikbeschichtungen. Da ist Vorsicht geboten. Emaille hingegen lässt sich leicht pflegen. Diese Pfannen sind robust und langlebig, sie widerstehen Abrieb und Kratzern. Emaille ist korrosionsbeständig, rostfrei und reagiert nicht mit säurehaltigen Lebensmitteln.