Rewe Egelsbach Neues Konzept für Toom-Märkte

Rewe testet in Egelsbach ein neues Konzept für die Großfläche. Der bisherige Toom-Markt heißt jetzt Rewe Center und wurde für einen zweistelligen Mio.-Betrag umgebaut.

Samstag, 14. Dezember 2013 - Neue Läden
Sonja Plachetta
Artikelbild Neues Konzept für Toom-Märkte
Der „Marktplatz der Frische“ ist das Herzstück.
Bildquelle: Horn, Rewe

Zudem wurde das Personal um 50 auf insgesamt 200 Mitarbeiter aufgestockt. Ein zweiter Pilotmarkt soll Mitte 2014 in Darmstadt öffnen. Ob das von Ladenbauer Schweitzer entwickelte Konzept danach national ausgerollt werde, entscheide sich frühestens 2015, so Rewe-Pressesprecher Raimund Esser.

Laut Rewe ist die Gestaltung des 8.100 qm Marktes „in Deutschland in dieser Form bis jetzt einmalig“. Schon die Fassade ist anders. Die fachwerkähnliche Struktur aus dem Markt sei bereits dort sichtbar, erklärt Thomas Spiekermann von Schweitzer. Auch wird das typische Rewe-Rot viel dezenter eingesetzt als bisher. Herzstück ist der sogenannte „Marktplatz der Frische“ mit Salatbar, gläserner Produktion von Backwaren sowie einem in Holzoptik gestalteten Bistro mit 120 in die Fläche integrierten Sitzplätzen. Die Eigenproduktion der Wurstwaren ist nicht einsehbar, ein Film zeigt sie aber auf den Monitoren an der Theke. Die Theken fügen sich in das Marktplatz-Konzept ein, sehen laut Spiekermann eher aus wie Holztische eines Marktstandes. Auch regionale Produkte von Landmarkt werden hervorgehoben.

Auffällig ist die Neupositionierung des Nonfood-Bereichs, der in Warenwelten unterteilt ist. Dank eines Shop-in-Shop-Konzepts sind nun Silit oder Butlers mit eigenen Konzepten mitten im Markt vertreten. Statt einer klassischen Vorkassenzone gebe es jetzt fließende Übergänge, sagt Spiekermann. Neu ist zudem die reduzierte Sortimentskennzeichnung mit Schlagworten wie „Frühstücken“, „Würzen“ oder „Spielen“. So könne sich der Kunde schneller orientieren, begründet Rewe-Sprecher Esser.

Fotos: Daniel Horn, Rewe

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Bild öffnen Der „Marktplatz der Frische“ ist das Herzstück.
Bild öffnen Die Theken sind in Holzoptik gehalten und sollen wie Tische eines Marktstandes wirken.
Bild öffnen Durch den Dry-Aged-Schrank an der Fleischtheke wird das Angebot an hochwertiger Ware ausgeweitet.
Bild öffnen An der Fischtheke wird Fisch selbst geräuchert.
Bild öffnen Auffällig gestaltet ist die Kosmetikabteilung.
Bild öffnen Die Sortimentsbezeichnung ist bewusst auf kurze Schlagworte reduziert worden.
Bild öffnen Auch in der Weinabteilung wurde viel mit Holz gearbeitet.
Bild öffnen Aktionsflächen werden durch den hölzernen Überbau hervorgehoben.
Bild öffnen Die Nonfood-Sortimente werden jeweils als eigene Warenwelt präsentiert.
Bild öffnen Das typische Rewe-Rot ist nur sehr dezent eingesetzt worden.

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