Anheuser-Busch kauft die Mehrheit an Beatbox, einem Hersteller von trinkfertigen Getränken. Das Unternehmen übernimmt 85 Prozent der Anteile für bis zu 490 Millionen Dollar, wie Anheuser-Busch mitteilte. Nach fünf Jahren kann Anheuser-Busch die restlichen Anteile erwerben. Der Preis richtet sich dann nach einer festgelegten Formel.
Beatbox stellt sogenannte Party Punches her, also fruchtige Mixgetränke mit Alkohol. Die Marke zählt nach Angaben von Anheuser-Busch zu den zehn größten Marken im Segment der trinkfertigen Getränke in den Vereinigten Staaten. In Convenience-Stores rangiert Beatbox auf Platz eins unter den alkoholischen Fertiggetränken. Das Unternehmen verkauft seine Produkte in allen 50 Bundesstaaten und ist in mehr als 140.000 Geschäften vertreten. In den 52 Wochen bis zum 23. November 2025 erzielte Beatbox einen Umsatz von mehr als 340 Millionen Dollar. Das entspricht einem Wachstum von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Anheuser-Busch baut mit dem Kauf sein Portfolio jenseits von Bier aus. Zu diesem Bereich zählen bereits die Spirituosenmarke Cutwater, der Wodka-Seltzer Nütrl und das Energiegetränk Phorm. „Wir könnten nicht aufgeregter sein, Beatbox, eine der am schnellsten wachsenden RTD-Marken der Branche, in unserem Portfolio willkommen zu heißen“, zitierte Anheuser-Busch seinen Chef Brendan Whitworth in der Mitteilung. Beatbox bringe Aromen und Stile mit, die das aktuelle Angebot ergänzten.
Beatbox-Gründer Fenchel will Wachstum beschleunigen
Justin Fenchel gründete Beatbox im Jahr 2011 zusammen mit zwei Partnern. Das Unternehmen entstand als Projekt während eines MBA-Studiums an der Universität von Texas in Austin. Im Jahr 2014 trat Beatbox in der Fernsehsendung Shark Tank auf, in der Gründer um Investoren werben. „Mit Anheuser-Busch hinter uns freuen sich Aimy, Brad und ich auf die Chance, unser Wachstum zu beschleunigen“, zitierte Anheuser-Busch Fenchel in der Mitteilung.
Der Abschluss der Transaktion hängt von der Zustimmung der Behörden ab. Anheuser-Busch rechnet damit, den Kauf im ersten Quartal 2026 abzuschließen. Anheuser-Busch gehört zum belgisch-brasilianischen Konzern AB Inbev und stellt in den Vereinigten Staaten unter anderem die Biermarken Budweiser, Bud Light und Michelob Ultra her.