Nach Migros-Rückzug Alnatura schließt alle Bio-Supermärkte in der Schweiz

Die deutsche Bio-Supermarktkette Alnatura beendet ihre Filialpräsenz in der Schweiz, bleibt dort aber im Produktvertrieb aktiv. Alle 25 Filialen werden Ende 2025 geschlossen. Hintergrund: Die Migros Zürich hatte den seit 2012 bestehenden Franchisevertrag nicht verlängert.

Dienstag, 08. Juli 2025, 10:33 Uhr
Thomas Klaus
Bald kein Anblick in der Schweiz mehr: Alnatura hat keinen neuen Franchisepartner gefunden. Bildquelle: Alnatura

Migros Zürich und Alnatura beenden ihre Zusammenarbeit im Filialgeschäft. Alnatura teilte mit, dass alle 25 Bio-Supermärkte in der Schweiz zum 31. Dezember 2025 schließen werden. Diese Entscheidung folgt dem Beschluss von Migros Zürich, sich künftig auf das eigene Supermarkt-Geschäft zu konzentrieren.

Alternatives Stellenangebot für alle 260 Mitarbeiter

Nach eigener Darstellung suchte Alnatura seit Februar 2025 nach Alternativen für den Weiterbetrieb der Bio-Märkte in der Schweiz. Trotz intensiver Bemühungen habe sich jedoch kein neuer Partner gefunden, der die Filialen als Franchisenehmer hätte weiterführen können. Alnatura will den Betrieb der Märkte nicht selbst übernehmen.

Alle rund 260 betroffenen Verkaufsmitarbeiter erhalten von der Migros Zürich ein alternatives Stellenangebot. Für die Filialflächen sucht Migros Zürich nun individuelle Nachfolgelösungen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Migros-Gemeinschaft.

Migros und Alnatura setzen Partnerschaft im Produktvertrieb fort

Die strategische Partnerschaft zwischen Alnatura und Migros, die seit 2012 besteht, wird trotz der Filialschließungen fortgesetzt. Künftig liegt der Schwerpunkt auf dem Vertrieb von Alnatura-Produkten in den Migros-Filialen und bei Migros Online. „Die Migros bleibt die wichtigste Abnehmerin von Alnatura-Produkten in der Schweiz und baut das Alnatura-Sortiment in ihren eigenen Filialen kontinuierlich aus“, so Alnatura.

Bis zum Jahresende 2025 führen die 25 Alnatura Bio-Supermärkte in verschiedenen Schweizer Städten, darunter Basel, Bern, Zürich und St. Gallen, den Betrieb unverändert weiter. Für die Kunden ändere sich bis dahin nichts, heißt es.