Der Schweizer Hersteller von pflanzlichem Fleischersatz Planted hat in Memmingen eine neue Produktionsstätte eröffnet. Das Unternehmen verdoppelt damit seine Produktionskapazitäten, wie Planted mitteilte.
Die neue Anlage in Bayern ermöglicht es dem Unternehmen nach eigenen Angaben, täglich mehr als 20 Tonnen pflanzliches Fleisch herzustellen. Dies entspreche der aktuellen Kapazität des Standorts im schweizerischen Kemptthal. Planted will in Memmingen hauptsächlich für Deutschland und weitere EU-Märkte einschließlich Großbritannien produzieren.
„Mit einem Exportanteil von 75 Prozent und Deutschland als größtem Exportkunden war eine Expansion in unseren größten EU-Markt naheliegend“, erläuterte Lukas Böni, Mitgründer und Mitglied der Geschäftsleitung von Planted, in der Mitteilung. Die Nähe zum Zielmarkt ermögliche eine nachhaltigere und effizientere Logistik. Am Standort Kemptthal habe das Unternehmen die Kapazitätsgrenzen erreicht.
Bundesamt meldet steigenden Absatz
Die Produktion von alternativen Proteinen in Deutschland hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in diesem Jahr erneut zugelegt. Mit 126.500 Tonnen liege die Produktion mehr als doppelt so hoch wie vor fünf Jahren. Der Abstand zur konventionellen Fleischproduktion bleibe allerdings groß. Der Produktionswert der konventionellen Fleischproduktion sei rund 70-mal so hoch.
Am Standort Memmingen, dem ehemaligen Areal der Memminger Brauerei, will Planted längerfristig rund 50 technische und betriebliche Arbeitsplätze schaffen. Das Unternehmen profitiere von qualifizierten Fachkräften und einer langen Tradition der Lebensmittelherstellung in der Region, teilte Planted mit.