Großbritannien hat den Verkauf von Einweg-E-Zigaretten verboten. Das Verbot gilt ab diesem Sonntag, wie die britische Regierung mitteilte. Die Briten reagieren damit auf die massive Umweltverschmutzung durch die elektrischen Verdampfer. Allein im Jahr 2024 landeten nach Regierungsangaben fünf Millionen Einweg-E-Zigaretten pro Woche im falschen Müll oder wurden achtlos weggeworfen.
Das Verbot ist Teil einer umfassenden Strategie gegen das Rauchen. Die Regierung will nach eigenen Angaben die „erste rauchfreie Generation“ auf den Weg bringen. Ab Januar 2027 sollen Menschen, die nach dem 1. Januar 2009 geboren sind, keine Tabakprodukte mehr legal kaufen können. Bei E-Zigaretten plant die Regierung weitere Einschränkungen im Verkauf an Jugendliche unter 18 Jahren und den Verkauf aus Automaten.
Die Einweg-E-Zigaretten verursachen erhebliche Probleme bei der Entsorgung. Die Geräte können in Müllfahrzeugen und Recyclinganlagen Brände auslösen, wenn sie gequetscht werden oder hinunterfallen. Die Nutzer können mit den Geräten 500 bis 700 Züge nehmen, bevor diese unbrauchbar werden.
EU-Länder folgen britischem Beispiel
Ähnliche Verbote haben bereits Frankreich und Belgien auf den Weg gebracht. In Deutschland werden die Einweg-Verdampfer vorerst weiter verkauft. Der Anteil der Einweg-Variante am deutschen E-Zigaretten-Markt ist nach Angaben des Branchenverbands BfTG von 40 Prozent im Jahr 2022 auf aktuell 10 Prozent gesunken. Ab Februar 2027 greift auch in Deutschland ein EU-weites Verbot für Wegwerfartikel mit Batterien, die sich nicht leicht ausbauen lassen.
Die britische Regierung warnt vor den gesundheitlichen Risiken der E-Zigaretten. „Vaping ist zwar weniger schädlich als Rauchen, aber nicht ungefährlich und birgt für junge Menschen ein erhebliches Risiko der Nikotinabhängigkeit“, teilte eine Regierungssprecherin mit. Nach Regierungsangaben nutzten im Jahr 2023 noch 54 Prozent der Vaper im Alter von 11 bis 17 Jahren die Einweg-Variante.