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Jumbo Foodmarkt - Breda (Niederlande) Für die Kundenwünsche von morgen

Pascal Kuipers | 18. Juni 2013

In der Vergangenheit schienen Versuche, Premiumqualitäten zu Niedrigpreisen anzubieten, zum Scheitern verurteilt. Nun gibt es im niederländischen Breda dazu einen neuen Versuch.

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Mit 6.000 qm Verkaufsfläche und rund 35.000 Artikeln eröffnete in der Stadt Breda Ende März 2013 der aktuell größte Supermarkt der Niederlande. Genauer gesagt, befindet sich der neue Jumbo Foodmarkt in einem neu errichteten Shoppingcenter direkt neben dem Fußballstadion.

Jumbo ist heute der einzige ernst zu nehmende Mitbewerber von Albert Heijn und offenbar risikofreudiger als der Marktführer. Frits van Eerd, Managing Direktor des Familienunternehmens Jumbo: „Unser Wachstum der letzten Jahre war enorm. Um ein Supermarkt-Konzept zu entwickeln, das den Kundenwünschen sowohl heute als auch morgen entspricht, schufen wir Jumbo Foodmarkt. Fast alles ist innovativ. Wir verbinden den Lebensmittelverkauf mit dem Foodservice. In den Niederlanden gibt es bisher nichts Vergleichbares – weder von der Größe noch vom Konzept her. Hier testen wir zahlreiche neue Elemente, um sie später in anderen Jumbo-Märkten zu integrieren, falls sie sich als erfolgreich erweisen.“ Die noch auf ihre Umrüstung wartenden größeren C1000 Märkte könnten zum Ende des laufenden Planungszeitraums auf das neue Konzept Jumbo Foodmarkt umgestellt werden.

Obwohl Jumbo Foodmarkt immerhin sechs Mal so groß ist wie ein durchschnittlicher niederländischer Supermarkt, wirkt er keineswegs gigantisch. Ziegelsteinwände teilen den Markt grob in zwei Hälften, für Frischware und Trockensortiment. Eine hohe emotionale Ausstrahlung geht von den Frischeabteilungen aus. Der Kunde fühlt sich auf dem Wochenmarkt, in der Bäckerei, in der Pizzeria oder am Hafenkai bei Anlandung des Frischfischs. Highlight sind die italienische, asiatische und holländische Schauküchen. Hier bereiten insgesamt 30 Köche die köstlichsten Speisen der verschiedenen Länder und Regionen zu – wahlweise zum Direktverzehr im angegliederten Café oder zum Mitnehmen (heiß oder „ready to heat“). Zudem können die Kunden die Zutaten kaufen und die Gerichte selbst nachkochen.


„In unserem normalen Supermarkt können wir dem Kunden nur erklären, was er mit den Produkten machen kann. Hier zeigen wir es ihm, und er kann es direkt kosten“, sagt Colette Cloosterman-Van Eerd, zuständig für die Entwicklung neuer Formate und Marketing. Wer es auf die Schnelle nicht begreift, kann auch an den angebotenen Kochkursen teilnehmen. „Wir eröffnen dem niederländischen Supermarkt-Sektor eine neue Dimension, weg vom reinen Preisdenken.“

Das beutet aber keineswegs, dass man den Anspruch, die niedrigsten Preise zu haben, aufgibt. Denn dieses Versprechen gilt nach wie vor. Ob mit einer frisch zubereiteten Sushi-Portion zu 0,50 Euro, einer Suppe zu 2,50 Euro oder einer ganzen Mahlzeit zu 5,00 Euro. Dass verpackte Produkte nach dem Niedrigpreis-Prinzip verkauft werden, ist nichts Neues. Aber es gilt auch für die hochwertigen frischen Premiumprodukte. Preislich praktisch unschlagbar sind die zahlreichen Eigenmarken. Dazu gehört auch eine neue Marke, die extra nur für diesen Markt entwickelt wurde.

Bildquelle: LP-Archiv