Hit-Markt, Koblenz In neuem Glanz

Trotz starken Wettbewerbs konnte sich der Hit-Markt in Koblenz etablieren. Dazu beigetragen hat nicht nur die imposante Optik des denkmalgeschützten Bauwerks.

Donnerstag, 26. Januar 2012 - Ladenreportagen
Tobias Dünnebacke
Artikelbild In neuem Glanz
Bildquelle: Hoppen

Nutzviehhalle, Trödelmarkt und Disco: Das Gebäude des denkmalgeschützten Schlachthofs in Koblenz-Rauental wurde schon für die unterschiedlichsten Zwecke verwendet. Seit 2009 ist hier die Dohle Handelsgruppe der Pächter und betreibt nach einer Komplett-Sanierung ihr Frischekonzept samt anliegendem Getränkemarkt. „Ein gigantisches Projekt“, erinnert sich Marktleiterin Sandra Heuser, die gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Georg Roggensack die Verantwortung für Planung und Umsetzung inne hatte. „Von 100 Marktleitern bekommt vielleicht einer mal die Chance so einen neuen Standort aufzubauen“, freut sich Heuser noch immer über das in sie gesetzte Vertrauen. Dabei war der Start alles andere als leicht. „Die Koblenzer kannten Hit kaum und hielten uns wohl erstmal für einen weiteren Discounter“, erinnert sie sich. Zu Beginn lockte der Markt vor allem Aktionskunden an, wohingegen am Wochenende Ebbe herrschte. Auch war das Wettbewerbsumfeld mit Globus, Ede ka Kreuzberg, diversen Rewe-Märkten sowie Aldi, Lidl und Penny alles andere als schwach besetzt. Mit Schlemmerabenden, gemeinsamen Aktionen mit Kindergärten sowie Gewinnspielen versuchte man, Stadtgespräch zu werden und sich zu etablieren. Dabei griffen Heuser und ihre Kollegen auch schon mal zu eher unorthodoxen Methoden. So verteilten die Hit-Mitarbeiter an einem nahegelegenen Kreisel mit starkem Berufsverkehr kostenlose Frühstückspakete. Ideen, die Früchte trugen: Mittlerweile hat sich der Hit als feste Größe im Koblenzer Lebensmittel-Einzelhandel etabliert. 2011 lag der erwirtschaftete Umsatz bei 8,6 Mio. Euro. Zum Erfolg haben sicher nicht nur diese Aktionen oder die durch die hohe Decke beeindruckenden Optik des Standorts beigetragen, sondern auch das Sortiment und die Ladengestaltung. Herzstück ist die 32 m lange Bedientheke, die zweitgrößte in einem Hit-Markt überhaupt. Ganze 18 m macht hier das Fleischsortiment aus, für die Metzgermeister Kugler verantwortlich ist. Wert legt er auf die im eigenen Haus hergestellten Braten, Fleischkäse und Fleischsalate. Auch Fertiggerichte spielen eine große Rolle. Überhaupt: Durch die vielen umliegenden Büros zieht sich das Thema Convenience durch nahezu alle Sortimente: Der Kunde findet in der 400 qm großen O+G-Abteilung beispielsweise verzehrfertiges Sushi und Salate. Ein weiteres großes Thema sind regionale Lebensmittel. So stammen die Äpfel beispielsweise unter anderem vom Naturhof Scherhag (Dieblich), die Gewürze von der Koblenzer Gewürzmühle Hartkorn und in der Weinabteilung muss natürlich keiner auf Erzeugnisse von Mosel, Mittelrhein oder Ahr verzichten.

Daten und Fakten
  • Eröffnung : 2. November 2009
  • Artikelanzahl : 30.000
  • Fläche : 3.200 qm (inkl. Getränkemarkt)
  • Öffnungszeiten : Mo. bis Sa. 8 bis 21 Uhr
  • Umsatz 2011 : 8,6 Mio Euro
  • Durchschnittsbon : 16,70 Euro
  • Mitarbeiter : 43
  • Nonfood-Anteil : 10 Prozent
  • Schwerpunkte : Obst und Gemüse, Bio, regionale Lebensmittel, Fleisch, Käse und Fisch in Bedienung
Bildquelle: Hoppen

Bilder zum Artikel

Bild öffnen Der Hit-Markt hat sich als feste Größe im Koblenzer Lebensmittel-Einzelhandel etabliert.
Bild öffnen Breite Gänge sorgen für viel Platz, wie hier in der Getränkeabteilung.
Bild öffnen Relikt aus alten Schlachthoftagen.
Bild öffnen Verantwortlich Marktleiterin Sandra Heuser ...
Bild öffnen ... und Stellvertreter Georg Roggensack.
Bild öffnen Drogerie- und Weinabteilung sind optisch hervorgehoben.
Bild öffnen Verkostungen halten die Kunden auf dem neuesten Stand.
Bild öffnen Die Kassenabwicklung erfolgt mit modernen Touchscreens.
Bild öffnen In Koblenz befindet sich die zweitgrößte Hit-Bedientheke (32 m).
Bild öffnen Schwerpunkt Obst und Gemüse: bis 350 verschiedene Sorten.
Bild öffnen Regionale Produkte aus der unmittelbaren Umgebung.
Bild öffnen Praktisch: Über ein Farbkonzept werden Kocheigenschaften erläutert.
Bild öffnen Übersichtlich: Schilder weisen den Weg zu Nischen-Sortimenten.
Bild öffnen In der Metzgerei werden die Spezialitäten direkt vor Ort zubereitet.
Bild öffnen Die Weinträger erleichtern den Transport mehrerer Flaschen.
Bild öffnen Die Schilder in der Käsetheke vermitteln alles auf einen Blick.

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