Sutterlüty in Rankweil B’sundrig

Die Neubauten des österreichischen Kaufmanns Jürgen Sutterlüty können mit Fug und Recht als Märkte für morgen bezeichnet werden. Davon kann man sich bei einem Besuch des Flaggschiff-Stores in Rankweil, unweit der deutschen Grenze, facettenreich überzeugen.

Montag, 26. September 2022 - Ladenreportagen
Dr. Friederike Stahmann
Artikelbild B’sundrig
Bildquelle: David Knipping

Spritztour durch das ländlich geprägte österreichische Bundesland Vorarlberg (von den Einheimischen liebevoll Ländle genannt): Berge, sattgrüne Wiesen, Kühe – Urlaubsidyll pur. Neben wunderschönen alten Häusern fallen auch immer wieder schicke Märkte ins Auge. Nein, nicht in den Städten Bregenz oder Dornbirn, sondern in Dörfern und Gemeinden wie Frastanz, Gais oder Rankweil. Es sind die Märkte des Lebensmittelhändlers Sutterlüty. Wahre architektonische Hingucker. Holz trifft hier gekonnt auf einen modernen Baustil. Nichts von der Stange, jeder Markt mit Mut zum Individuellen. Mal ganz in Weiß, mal mit Arkadengang, mal mit großem Bullauge.

Die Kaufmannsfamilie Sutterlüty betreibt in Vorarlberg 26 Märkte – von Bregenz bis nach Schruns. „Die enge Verbundenheit mit der Region begleitet uns seit der ersten Stunde – genauso wie der Wille, die Dinge heute immer noch ein bisschen besser zu machen als gestern“, formuliert es Inhaber Jürgen Sutterlüty.

Das gilt auch für Marktneubauten. Der Großteil der Gewerke am Bau wird an Betriebe aus der Region vergeben, und auch viele Baustoffe – am liebsten Holz – kommen direkt aus dem Vorarlberg. So wie in Rankweil: Die Außenflächen des 2018 eröffneten Neubaus sind mit lasierten Fichtenbrettern verkleidet. Optische Highlights sind aber sicherlich die großen, offenen Bögen in der Fassade, die die Kunden empfangen. Sie spiegeln den Markthallencharakter wider. Dieses zeitlose Architekturmotiv gliedert den Raum zwischen den Parkplätzen und Wegen außen und der Verkaufs- und Gastronomiezone im Inneren des Marktes. Umgeben von schöner Bepflanzung, vor Witterungseinflüssen oder zu starker Sonneneinstrahlung geschützt, lädt dieser Außenbereich des „Gusto-Restaurants“ zum Verweilen ein.

Holz ist Trumpf
Nachhaltige Werkstoffe wurden auch im Innenraum verbaut. Die Wandelemente sind mit Grobspanplatten ausgekleidet und sollen so in Verbindung mit dem sichtbaren Dachtragwerk als geschlossener Holzkörper wahrgenommen werden. „Die große Halle erfährt dadurch eine warme, behagliche Atmosphäre, in der eine angenehme Akustik wirkt“, ist sich der Architekt Hermann Kaufmann sicher. Und auch hier lässt sich im Check-out-Bereich – modern interpretiert – je nach Wunsch an einer langen Theke mitten im Marktleben oder mit Blick auf die Arkaden an Tischen, lieber etwas zurückgezogen, genießen.

Genießen und Shoppen auf nachhaltige Art werden auch durch weitere Details möglich. So produziert eine auf dem Dach installierte Fotovoltaik-Anlage Strom. In der Bauphase konnten sich Sutterlüty-Kunden durch den Kauf einzelner Fotovoltaik-Paneele daran beteiligen. Neben dem Eigenstrom für den Markt können nun auch Mitarbeiter an E-Tankstellen ihre Dienstautos (fast alle Sutterlüty-Fahrzeuge sind elektrisch) laden. Das Gebäude verfügt zudem über eine Kälteanlage mit CO2-Kaskade in der Tief- und Normalkühlung und eine Luftwärmepumpen-Technologie. Energiesparende LED-Leuchtmittelleuchten bringen Licht in den Markt.

Frische als Leitthema
Aber nicht nur beim Bau und der Marktbetreibung sind die Sutterlütys bestrebt, Klima und Umwelt zu schonen. Fokus bei der Sortimentsgestaltung liegt auf regionalen und saisonalen Produkten.
Und das fängt schon am Beginn des Kundenlaufs an. „Wir begrüßen unsere Kunden mit Frische“, bringt es Jan Spieß, Marktmanager in Rankweil, auf den Punkt. Mit Blumen, mehrmals täglich frisch gebackenem Brot und Gebäck in Selbstbedienung und einer vom Personal eigens bestückten Dessert- und Salatbar. Insgesamt arbeitet man mit 1.500 Partnern in Urerzeugung und Handel zusammen, um möglichst viele „Ländleprodukte“ im Sortiment zu haben. Bedientheken für Fleisch, Wurst, Käse und Fisch werden so fokussiert bestückt wie auch ein umfangreiches Bio- und Fairtrade-Sortiment. Eine Köchin ist für die täglich frischen Menüs und Kuchen zuständig. Immer die Frischeabteilungen im Blick, sodass keines der regionalen Saisonprodukte verdirbt und weggeschmissen werden muss. Nach dem Motto: verwenden statt verschwenden.

Schnell gelesen

Sutterlüty Ländlemarkt, Landammanngasse 12, A-6830 Rankweil

  • Der Arkadengang mit Außensitzplätzen des Restaurants fällt optisch auf.
  • Rund 11 Prozent des Umsatzes werden mit Bioprodukten und rund 33 Prozent des Umsatzes mit Ländleprodukten erwirtschaftet.
  • Von der Solaranlage auf dem Dach über Elektro-Dienstfahrzeuge, eine Kälteanlage mit CO2-Kaskade bis zu einer Luftwärmepumpe – hier ist alles auf regenerative Energienutzung ausgelegt.

Fakten im Focus

  • 1.200 qm Verkaufsfläche
  • 30 Mitarbeiter , darunter 2 Azubis
  • 12.000 Artikel
  • 21,50 Euro Durchschnittsbon
  • 5% Umsatzanteil des Restaurants
  • montags bis freitags 7 - 19 Uhr, samstags 7 bis 18 Uhr

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