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Penny München Cooler Hot-Spot-Penny

Dieter Druck | 27. März 2019

Hip und spacig würde der Bayer dazu sagen. Der Penny in der Münchner Innenstadt ist der kleinste seiner Art bundesweit und besonders auf diesen Hochfrequenz-Standort sowie eine junge Zielgruppe abgestimmt, die anders einkauft.

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Schon vor der sechsten Umrundung meines Zielobjektes auf der Suche nach einem Parkplatz und nach 50 Minuten in der Umlaufbahn war mir klar, dass hier Kunden nicht mit dem Auto zum Einkaufen vorfahren. Aber ist ja auch ein besonderer Penny, den ich ansteuerte, der in der Karlstraße 36 in München. Das ist einer von insgesamt fünf Penny-Märkten, die mit sehr individuellem Ladenbau und Konzept auf den jeweiligen Standort zugeschnitten sind.
Der in der Bayern-Metropole siedelt im Stadtzentrum unweit des Königsplatzes und ist gerade mal 500 Meter vom Hauptbahnhof entfernt. Der Zugang zur U-Bahnstation Königsplatz liegt direkt vor der Tür. Im unmittelbaren Umfeld finden sich die International School of Management, verschiedene Berufsschulen und ganz viele Büros. „Hohe Kundenfrequenz und sehr junge Kunden, die keine Zeit haben, die schnell und anders einkaufen“, bringt es Christopher Maul, Vertriebsleiter der Penny-Region Süd, auf den Punkt.“
Der konzeptionelle Zuschnitt auf die Gegebenheiten ist gelungen. Schwarze Wände und Decken, aber trotzdem keine dunklen Ecken, sondern eine effektvolle Lichtgestaltung. Deren zentrales Element ist ein den Markt durchziehendes Lichtband, das fünf LED-Stränge in unterschiedlichen Farben bündelt. 250 Farben stehen zur Auswahl und können beliebig kombiniert werden, je nach Anlass. Das Band ist bereits in der Außenfront integriert und ist damit auch Teil der Kundenführung. Dazu kommen deutliche, beleuchtete Warengruppenhinweise in Signalfarben und 3-D-Optik an den Wänden sowie LED-Stränge in den Bodenleisten der Regale mit korrespondierenden Farben. Das gliedert und gibt dem Kunden Orientierung. Dazu kommt die Bestückung aller Regalböden mit LED-Leisten, die von oben die Ware beleuchten und ins rechte Licht rücken. Auch die geschlossenen und offenen Kühlmöbel sind hell ausgeleuchtet. Die meisten Einrichtungsgegenstände sind maßgeschneiderte Prototypen und vermitteln eine klare Linie ohne Schnickschnack.

„Bio ist in München nie verkehrt.“

Auf nur 280 Quadratmeter Verkaufsfläche einen möglichst großen Teil des Penny-Kernsortimentes darzustellen – das war eine Herausforderung für die involvierten Ladenbauer von Penny. Herausgekommen ist ein Penny mit einem verdichteten Kernsortiment und einem Schwerpunkt auf To-go- und Convenience-Artikeln. Großgebinde, wie der 15-Kilogramm-Sack mit Kartzenstreu und das OTC-Sortiment finden keinen Platz. Der Vorratskauf tritt an dieser Stelle in den Hintergrund. Es geht um den schnellen, situativen Einkauf von Snacks, Convenience Food und anderen Ready-to-Eat-Angeboten, der stark mit den Pausenzeiten der umliegenden Schulen und Büros korreliert. Der Hype ist zwölf Uhr mittags. An den Hauptverkaufstagen von Montag bis Freitag kaufen durchschnittlich 2.200 Kunden täglich ein. Der Durchschnittbon fällt naturgemäß kleiner aus.
Über den ganzen Tag stark frequentiert werden die Kaffee-Automaten unmittelbar am Eingang. Jedes dieser Geräte rangiert im internen Penny-Absatzranking unter den Top 5 bundesweit. Neben den standardmäßigen To-go-Bechern können die Kaffeetrinker auch einen eigenen Trinkbecher mitbringen. „Ökologische und soziale Aspekte gewinnen bei der Kaufentscheidung vieler unserer jungen Kunden an Gewicht“, konstatiert Bezirksleiter Frank Hellmann.

Üppige Salatbar
Im Kundenlauf folgt das an diesem Standort erweiterte Angebot gekühlter Getränke und Chilled Food. Gegenüber, als zentrales Sortiment im Eingangsbereich findet der Kunde Obst und Gemüse. Lose Ware dominiert das Angebot, darin eingebettet sind Nachhaltigkeitsmerkmale wie Bio, Fairtrade und Obst sowie Gemüse mit kleinen Farb- und Formfehlern aus der Range „Bio-Helden“. Auf der Kopfseite ist eine gekühlte Einheit für wärmeempfindliche Artikel installiert
Ein saisonales Angebot vom Herbst bis zum Frühjahresbeginn sind die vier Wärmebehälter mit verschiedenen Suppen / Eintöpfen. Der Kunde bedient sich hier selbst und füllt ab in recyclefähige Pappbecher ohne Kunststoffbeschichtung. Die Ware wird an der Kasse ausgewogen.
Ein weiteres spezifisches Angebot für den Standort ist die Salatbar mit 40 Schalen. „Das ist ein Ankerpunkt in unserem Markt“, unterstreicht Marktleiter Jürgen Ludwig. Die O&G-Platzierung, sowie die Suppen- und Salatbar können weggeschoben werden. Die freie Fläche, wie bereits einmal vollzogen mit dem Finale eines von diesem Markt initiierten Foto-Wettbewerbs zur Eröffnung, kann dann für Events, Kunden-Parties und mehr genutzt werden. Ein Instrument der Kundenbindung, das auch konform ist mit der „Nachbarschaftspositionierung“ von Penny. „Ideen für Events haben wir genug und werden sie auch umsetzen“, versichert Maul. Immer entlang der LED-Leitlinie an der Decke stößt der Kunde auf den Backshop. Das Sortiment umfasst 60 Artikel von Glockenbrot. Hinzu kommen zehn warme Backwaren wie Wraps, Pizzaschnitten, Open Pies (Mini-Quiches) oder Geflügelrollen von Hack. Sie werden vor Ort gebacken und auf Wärmeplatten platziert. Auch dieses Möbel ist ein Unikat. Gleiches gilt für die Station mit den Leberkäs-Semmeln. Der Leberkäs wird im Combi-Dämpfer in der Form gebacken und von 9 bis 15 Uhr von einer Mitarbeiterin frisch aufgeschnitten. Preis: ein Euro.
Es schließen sich die TK-Schränke an, mit einem komprimierten aber standortgerechten Sortiment sowie das klassische Trockensortiment und die Getränke. Einer der Verkaufsschlager ist das „Tegernseer Hell“. In der Wein- und Spirituosenabteilung sorgen Vorschubsysteme für eine lückenlose Front.
Der Check-Out ist mit vier Stehkassen auf schnelle Abfertigung ausgelegt, denn das Gros der Kunden hat keine Zeit. Bargeld, sämtliche Karten, Payback Pay, Essens-Gutscheine der umliegenden Firmen – alles wird akzeptiert. Im zunehmenden Maße setzt sich das kontaktlose Bezahlen auf Basis der Near Field Communication (NFC) durch. Die junge Kundschaft ist auch beim Bezahlen offen für Neues, und mit durchschnittlich sieben Sekunden pro Bezahlvorgang per NFC für Schnelligkeit. „Das Bezahlen mit dem Smartphone ist hier bereits voll angekommen“, bestätigt Ludwig. Der „kleine“ Penny in der Münchner City ist ein Unikat. Er ist nicht irgendein Express- oder Mini-Abklatsch und auch kein adaptierter Rewe to go. „Wir sind nach wie vor als Discounter erkennbar, nur dass dieser Markt einen individuellen Zuschnitt auf den besonderen Standort und die besonderen Kunden aufweist“, resümiert Maul.


Fakten im Fokus:
280 qm Verkaufsfläche
12 Mitarbeiter
2.200 Kunden/Tag durchschnittlich
4 Kassen
1.450 Artikel
von montags bis samstags: 7 - 20 Uhr

Schnell gelesen
Penny, Karlstrasse 36, 80333 München, besonderses Ladenlayout und Sortiment in exponierter City-Lage
Stylisches Lichtsystem an der Decke
Ausgerichtet auf schnellen Kundendurchsatz
Überwiegend junges Publikum
Erweitertes Angebot an gekühlten Getränken, vom Engery Drink bis zum Champagner, und Chilled Food, aber auch das Penny-Kernsortiment
Snacks auf Wärmeplatten
Salatbar mit 40 Schalen und Suppenbar
Leberkäs‘-Semmeln in Bedienung
Stark frequentierte Kaffeeautomaten
Optionale Eventfläche