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Edeka Kolb Volkach Mit dem Charme eines Tante-Emma-Ladens

Sonja Plachetta | 15. Mai 2017

Qualifiziertes Personal, ein hochwertiges Sortiment mit vielen Spezialitäten, ein individuelles, verspieltes Ladendesign und zahlreiche Serviceangebote zeichnen Edeka Kolb aus. Das Geschäft in Volkach ist „Supermarkt des Jahres 2017“ bei den Selbstständigen bis 2.000 qm.

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Christoph Kolb hat eine Mission. Sein 1.750 qm großer Edeka-Markt in Volkach soll ein „Fachgeschäft mit vielen Facetten“ sein, das sich den „Charme eines Tante-Emma-Ladens erhalten hat“. Viele verschiedene Faktoren tragen dazu bei, diese Vision zu verwirklichen.

Fakten im Fokus
  • Verkaufsfläche: 1.750 qm
  • Mitarbeiter: 60
  • Artikel: 38.000
  • Kassen: 6 davon 2 Self-Checkout-Kasse
  • Durchschnittsbon Euro: 22,5

Wichtig ist ihm eine fachlich fundierte Beratung. Deshalb investiert der Kaufmann, den die Lebensmittel Praxis im vergangenen Jahr als „Ausbilder des Jahres“ ausgezeichnet hat, viel in die Aus- und Weiterbildung seiner 60 Mitarbeiter zum Fachpersonal. Die Kunden können sich bei Edeka Kolb u. a. an einen Ernährungsberater, einen Qualitätsmanager und einen Bierbotschafter wenden. Eine Besonderheit ist die Herzlichkeitsbeauftragte, Kolbs Lebensgefährtin Katharina Pfriem, die sich um das Wohl der Mitarbeiter und deren guten Kontakt zum Kunden kümmert.

Die Auswahl an frischen und hochwertigen Lebensmitteln ist mit 38.000 Artikeln natürlich deutlich größer als in einem Tante-Emma-Laden. Fotos von und Hinweise zu regionalen Lieferanten, Schilder mit Produktempfehlungen von Mitarbeitern oder das selbst entwickelte Weinbewertungssystem geben den Kunden Zusatzinformationen – also fast so, als erzählte Tante Emma selbst ihnen davon. Bei Wein, Sekt und Spirituosen ist Christoph Kolb stark aufgestellt, er führt allein 300 Whisky-Sorten. Außerdem stammen 700 von 1.000 Weinen aus der Region Franken. In dem demeter-zertifizierten Markt gibt es eine breite Auswahl an Bio-Produkten. Außer den hochwertigen Spezialitäten an den Theken, zu denen der Kunde über einen „Fleischlehrpfad“ mit zahlreichen Info-Tafeln gelangt, setzt das Team u. a. auch Früchte in der „Exotenwelt“ besonders in Szene. Mit der Eigenmarke Edeka Kolb (u. a. Nüsse und Gewürze) sowie Selbsteingelegtem von Katharina Pfriem hebt sich der Edekaner ebenfalls vom Wettbewerb ab.

Ein weiterer wichtiger Punkt, um die Kunden an sein Geschäft zu binden, ist für Kolb die Atmosphäre. Die Leitfarben der vorwiegend in Eigenregie entwickelten Ladengestaltung sind Schwarz und Gold. Von der Idee bis zur Umsetzung dauert es nicht lang, denn vieles baut der Hausmeister selbst. Dazu zählen etwa die Aroma-Bar am Whisky-Regal oder die Tritthilfen an den TK-Truhen. Überall im Markt finden sich liebevoll arrangierte Deko-Elemente wie Kronleuchter, Kerzenständer oder eine antike Kaffeemühle, die manchmal stärker ins Auge fallen als die Ware selbst. „Auf die Deko achten wir sehr. Da sind wir ein bisschen verspielt“, sagt Kolb.

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Edeka Kolb, Am alten Bahnhof 2,  97332 Volkach

  • Eröffnung: 3. Dezember 2009
  • Öffnungszeiten: Mo bis Sa, 7 bis 20 Uhr
  • Bruttoumsatz 2016: 11,7 Mio. Euro
  • Umsatz pro qm: 6.688 Euro
  • Umsatzanteil Food (inkl. Drogerie, WPR, Getränke, Tabakwaren, Blumen): 93 Prozent
  • Umsatzanteil der Bedientheke für Fleisch und Wurst (inkl. SB) am Foodumsatz: 22,7 Prozent
  • Besondere Services: Sammelstelle für Altspeiseöl; Weinprobierstation; Hygieneboxen an den Theken; eigenes Geschmacks Ampelsystem, z. B. für Äpfel; eigenes Weinbewertungssystem; zahlreiche, z. T. pfandfreie Einkaufswagen-Varianten

Von den Wettbewerbern hebt sich der „Supermarkt des Jahres 2017“ in der Kategorie Selbstständige unter 2.000 qm zudem durch seine vielen Serviceangebote ab. Das beginnt schon vor der Tür, wo meist pfandfreie Einkaufswagen in verschiedenen Größen (S bis XXL) parat stehen, in die ein Lageplan des Marktes integriert ist. Herkunftskarten auf dem Boden zur besseren Orientierung gibt es z. B. bei exotischen Früchten, Whisky und den Weinanbaugebieten. Die Sortimentsbezeichnungen stehen nicht nur auf Schildern über den Regalen, sondern sind auch auf den Boden geschrieben – zum Teil sogar auf Arabisch. Es gibt ein Geschmacks-Ampelsystem, z. B. für Äpfel und Tomaten, sowie eine Sammelstelle für Altspeiseöl. Nachhaltig sind die wiederverwendbaren Mehrwegbeutel für Obst und Gemüse sowie die Hygieneboxen an den Theken. Wer Weine verkosten mag, darf jederzeit kostenlos probieren. Whisky-Tastings und Schlemmerabende sind ebenfalls im Angebot. Wer dann oder während des Einkaufs einmal muss, findet eine modern eingerichtete Kundentoilette vor, in der Gut&Günstig-Produkte zum kostenlosen Testen bereitstehen.