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Rewe Wolfratshausen Bajuwarisches Farbenspiel

Susanne Klopsch | 03. Juni 2016

Mit einem starken regionalen Sortiment ging der Rewe-Markt Wolfratshausen ins Rennen – und ist „Supermarkt des Jahres 2016“ bei den Filialisten bis 2.000 qm. Die Metzgerei ist Kundenmagnet und blau-weiß der rote Faden.

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Dieser Rewe ist blau-weiß – jedenfalls was den Großteil des Sortiments betrifft. Im Rewe Wolfratshausen, dem Preisträger in der Kategorie der Filialisten bis 2.000 qm beim Branchenwettbewerb „Supermarkt des Jahres 2016“, wird viel Wert auf bayerische Produkte gelegt. Simmentaler Rind, Murnauer Werdenfelser Rind, Slyrs Bavarian Malt Whisky aus einer Destillerie am Schliersee, Lachsforellenfilet oder Saibling vom Königsee, Kaffee aus der Murnauer Kaffeerösterei – die Kunden finden eine breite Auswahl von Produkten aus dem Freistaat. Und das eben nicht nur bei Obst- und Gemüse, wo unter anderem der Lieferant Gärtner Kiening für Vitamine aus bayerischem Anbau sorgt, sondern etwa auch in einer Stolpertruhe mit frischen gekühlten Suppen. Die Namen „Bio Indisches Curry“ oder „Bio Paprika-Orangensuppe“ haben zwar zunächst nichts so richtig Bayerisches an sich: Doch Hersteller Jooti kreiert und kocht in Gauting/Unterbrunn – und ist damit ganz klar bayerisch.

Fakten im Fokus
  • Verkaufsfläche: 1.655 qm
  • Mitarbeiter: 52, davon 30 vollzeit, 3 Auszubildende, 14 Teilzeitkräfte
  • Artikel: 15.000
  • Kassen: 6
  • Durchschnittsbon: 18,49

Viele Artikel im Rewe-Markt tragen das Siegel „Geprüfte Qualität Bayern“, vor allem in den Frischetheken. Im Anschluss an die Obst- und Gemüseabteilung werden in einem Regal unter dem Label „Aus der Region“ Produkte wie Mehl oder der Kaffee aus der Murnauer Kaffeerösterei aufmerksamkeitsstark präsentiert. Aufsteller mit dem Claim „Aus Liebe zur Heimat“ garantieren den Kunden unter anderem, dass das Produkt aus der direkten Umgebung des Rewe-Marktes stammt. „Wir in Bayern legen viel Wert auf regionale Produkte“, sagt Marktleiter Alexander Wutke.

Kundenmagnet ist allerdings die Metzgerei, berichtet Wutke. Die Kunden schätzten die große Auswahl mit bayerischen, nationalen und internationalen Produkten. Vor allem Mittags herrscht an der heißen Theke Gedränge. Zur Abteilung gehört ein Reifeschrank für Dry-aged-Beef. Auch in dieser Abteilung trifft der Kunde immer wieder auf das Signet „Geprüfte Qualität Bayern“.

Zum Frischegürtel gehört nach dem Umbau, der im Februar 2015 abgeschlossen wurde, eine Theke für Frischfisch. Dort bringt Alberto Eposito nun Saibling, Forelle und viele Spezialitäten mit sizilianischem Charme (und Wissen!) an die Kundschaft. Die passenden Rezepte gibt’s gratis dazu. Ein Kaviarkühlschrank und der Räuferofen, in dem drei Mal pro Woche geräuchert wird, runden das Angebot ab.

„Sehr wichtig“ für den guten Ruf des Hauses ist laut Wutke auch die Wein- und Spirituosenabteilung. Sie hebt sich dank des Holzfußbodens im Laden optisch ab und bietet vor allem bei den Spirituosen zahlreiche regionale Perlen, die es zu entdecken gilt, wie den schon erwähnten Whisky vom Schliersee oder den Premium-Gin The Duke aus München. Mit Whisky-Tastings, die laut Wutke sehr gut angenommen werden, werden die Kunden auf den Geschmack gebracht.

Daten und Zahlen

Rewe Markt,
Hans-Urmiller-Ring 4A,
82515 Wolfratshausen

  • Eröffnung: 15. November 2005, Renovierung und Erweiterung (Frischfisch-Bedientheke, größere Metzgerei) im Februar 2015
  • Öffnungszeiten: Mo bis Sa 7 bis 20 Uhr (sowohl Markt als auch die Bedientheken)
  • Untermieter: Bäcker Bachmeier und Lotto-Shop
  • Bruttoumsatz 2015: 12,56 Mio. Euro
  • Umsatzanteil Food (inkl. Drogerie, WPR, Getränke, Tabakwaren, Blumen): 94,12 Prozent
  • Umsatz pro qm: knapp 7.600 Euro
  • Netto-Rohertrag: 33,3 Prozent
  • Umsatzanteil der Bedientheke für Fleisch und Wurst (inkl. SB) am Foodumsatz: 12,4 Prozent

Der gut 1.600 qm große Markt ist zudem immer wieder Testmarkt. Getestet wurde u. a. eine Kommunikation der Mitarbeiter untereinander über Headsets: Ein Kanal ist dabei offen für alle, für die Arbeit der Mitarbeiter wichtige Informationen können so schnell und unkompliziert weitergegeben werden. Und falls jemand die Frage eines Kunden mal nicht gleich beantworten kann, kann er so schnell auf das Wissen seiner Kollegen zurückgreifen. „Das funktioniert sehr gut“, sagt Wutke, „alle sind auf dem gleichen Wissensstand. Und die Kunden werden nicht durch Durchsagen gestört.“

Seit dem Umbau hat der Markt fast überall elektronische Etiketten, die Beleuchtung wurde auf LED umgestellt, und es gibt eine Fotovoltaik-Anlage. Der Markt präsentiert sich luftig mit viel Tageslicht. Ein weiterer Pluspunkt: die freundlichen, kompetenten und verkaufsaktiven Mitarbeiter. „Menschen sind nicht nur an den Bedientheken wichtig“, ist Marktleiter Alexander Wutke überzeugt, „sondern auch am Regal. Wenn sie den Kunden mit einem Lächeln empfangen, dann ist bei vielen doch der Tag gerettet.“