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Familia-Markt Reinfeld Signalgeber

Dieter Druck | 15. Januar 2016

In diesem Famila-Markt mit direktem Autobahnanschluss wird der feine Unterschied gepflegt – mit viel regionalem Bezug und Bio-Angebot. Aber da ist auch noch das gewisse Extra.

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Das platte Land zwischen Hamburg und Lübeck ist ein ideales Umfeld für Blickfänge. Einer davon ist der eindrucksvolle, 20 m hohe Pylon des neuen Famila-Marktes in Reinfeld, unmittelbar neben der A 1 auf Höhe der Abfahrt Reinbek. Ein Leuchtturm für ein „leuchtendes Beispiel“ unter den insgesamt 82 Famila-Standorten. Drum herum ist derzeit viel Bewegung. Baufahrzeuge drücken Spuren in den sandigen Geestboden, und Kräne bringen Beton für Fundamente neuer Betriebe heran. Ein Standort mit Perspektive.

Runter von der Autobahn - und rein in den Markt

Der Ende Oktober des vergangenen Jahres eröffnete, 3.400 qm große Verbrauchermarkt war der Pionier im Industriegelände an der Barnitzer Straße. Die Immobilie auf 30.000 qm großen Grundstück gehört dem Kieler Handelsunternehmen Bartels-Langness selbst. Unter diesem Dach siedelt, wie auch an ‧anderen Famila-Standorten, eine Filiale von Aldi-Nord (ca. 1.000 qm). Das Angebot vervollständigen eine Bäckerei mit Außensitzplätzen sowie eine Apotheke, Reinigung mit Schlüsseldienst / Schuster sowie ein Frisör.

Die Autobahnausfahrt vor der „Haustür“ sorgt für Frequenz, und der Famila genießt in der Region Reinfeld als Verbrauchermarkt zur Zeit noch einen Stand-Alone-Status. Die sonst üblichen Wettbewerber fehlen noch im Umkreis.

Unter der Woche sind es vor allem Pendler, aus Richtung Hamburg kommend, die insbesondere von 17 bis 21 Uhr den Markt bevölkern. „Davon kaufen viele höherwertig ein“, berichtet Warenhausleiter Oliver Wagner. Dazu komme ein sehr ausgeprägtes Wochenendgeschäft. Insgesamt zählt der Markt aktuell rund 14.000 Kunden durchschnittlich pro Woche, Tendenz weiter steigend. Nicht zu vergessen sind die vielen Urlauber in den Sommermonaten, die der weithin sichtbare Famila-Pylon zum Abfahren veranlasst. Die Parkplätze wurden bereits erweitert und eine Elektrotankstelle installiert.

Innen ist für den Überblick gesorgt. Die Regalhöhe misst überwiegend 1,60 m. Zusätzliche Orientierung für die Kunden ergibt sich aus der thematischen Sortimentstruktur wie Frühstück, Feinkost oder Naschen und auch der warengruppentypischen Farbgebung.

In Reinfeld steht am Beginn des Kundenlaufs direkt die Obst- und Gemüseabteilung. Die Nonfood-Artikel sowie Drogerie finden sich im Marktinneren. Gleichzeitig wurde die Artikelzahl gemessen am sonst Üblichen um rund ein Drittel beschnitten, weil Vorgaben zum Schutz des ortsansässigen Einzelhandels eingehalten werden mussten. Der Nonfood-Anteil am Umsatz liegt in Reinfeld bei rund 11 Prozent. Zudem wurde im ersten Jahr auf Wunsch der Kunden noch das anfänglich nicht geplante Tchibo-Depot installiert.

Auf den Gondelköpfen der anschließenden Regalreihen finden unterschiedliche Spezialitätensortimente ihren Platz, z. B. Sportlernahrung, eine Platzierung mit Zutaten für „Hot Dogs“, exklusive Bittergetränke oder besondere Essige und Öle, inklusive solcher aus der unmittelbaren Nähe.

Mehr Schwung durch neuartiges Brötchenrondell

Ein nächster Hingucker ist die Marktbäckerei. Hier findet der Kunde etwa 30 Brotsorten, 20 Brötchenvarianten und diverse Snacks. Die Basis bildet das Konzept von Harry-Brot, und das Upgrade liefert Delifrance z. B. in Form von verschiedenen Ciabatta-Varianten, französischem Bauernbrot usw. Eine ladenbauliche Neuheit ist das Brötchenrondell für den Selbstbediener. Obwohl auf SB ausgelegt, ist immer ein Mitarbeiter vor Ort. Der direkte Kundenkontakt ist Wagner und seinen 75 Mitarbeitern enorm wichtig. „Wir sind überwiegend im Markt unterwegs und nah am Kunden“, beschreibt er die Philosophie. Darüber hinaus werden über Veranstaltungen wie eine Mini-Fußball-EM für E-Jugend-Mannschaften Bezug zum regionalen Umfeld hergestellt und in diesem Fall gezielt Kontakte zu jungen Familien mit Kindern geknüpft. Andere Aufhänger sind „Gesundes Frühstück“ oder ein Sommerfest, wobei meist Vereine und ortsansässige Institutionen einbezogen sind. „Wir entwicke ln uns in Richtung selbstständiger Handel – auch in der öffentlichen Wahrnehmung“, betont der Warenhausleiter.

Die Selbstständigkeit erlaubt den Hausleitern auch die Listung kleinerer Lieferanten. Den regionalen Bezug dokumentieren 8.000 Produkte von norddeutschen Herstellern, davon viele aus der direkten Umgebung. Wie bei den Merkmalen vegan / vegetarisch und Bio sind die entsprechenden Produkte als kleiner oder großer Block in die Sortimente integriert.

Das Bio-Angebot ist mit mehr als 2.000 Artikeln in dieser Filiale ausgeprägt. 200 laufen unter der Famila-Eigen- und Kompetenzmarke „Bio-Greno“. Rund 90 Prozent der Produkte kommen aus Schleswig-Holstein und der Rest aus unmittelbarer Nähe des Marktes.

Exklusiv ist die Zusammenarbeit mit Blockhouse als Lieferant für die Theken-Rindfleischprodukte deutschen Ursprungs. Die 10-m-Fleischtheke bringt es auf 13 Prozent Umsatzanteil, die Käsetheke auf 4 Prozent. Dort werden 400 Sorten gehandelt. Darunter finden sich als wesentlicher Umsatzbringer bis zu 20 Frischkäse-Varianten aus eigener Herstellung. Die Theken sind Wagner wichtig für das Profil, „weil wir klar auf individuelle Zusammenstellung und Mengen fokussieren“.

Kosmetikabteilung als Oase der Ruhe

Augenfällig ist ebenso die große TK-Abteilung vor dem Thekengürtel, bestückt mit neuester, energiesparender Kältetechnik von Epta. In Truhen und Wandschränken werden 800 Artikel angeboten. Die Abteilung mit ihrem differenzierten Angebot steuert 5 Prozent zum Umsatz bei.

Vergleichbar dimensioniert ist die durch Licht und Bodenbelag optisch abgehobene Kosmetikabteilung, bestückt mit einer beleuchteten, auffälligen Vitrine für die Platzierung von Max-Factor-Produkten. Fern der Laufwege soll hier die Kundin in Ruhe aussuchen können. Die Abteilungsgröße ist u. a. dadurch gerechtfertigt, weil kein vergleichbares Drogeriewaren- und Kosmetik-Angebot in Reinfeld besteht, auch kein Rossmann. Immerhin steht diese Warengruppe für 9 Prozent Umsatzanteil.

Individualität verkörpert das „Schneekloth Weindepot“. Schneekloth ist das zur Bartels-Langness-Gruppe gehörende Weinhandelshaus, das darüber hinaus mit SJ Montigny ein Weingut an der Nahe besitzt. 750 Tropfen werden feilgeboten. Auch was nicht von Schneekloth ist, ist ausgesucht und stammt meist von kleinen Winzern. Ein breiteres Bio-Sortiment sowie fünf vegane Weine unterstreichen auch in diesem Fall den Anspruch, einfach anders zu sein.