Anzeige

Aldi Kelsterbacher Energieoptimierte Verkaufsmaschine

Sonja Plachetta | 17. Juli 2015

Die Kelsterbacher Filiale entspricht dem neuesten Aldi-Süd-Standard: Auf dem Dach wird Strom produziert, drinnen gespart, davor getankt. Kernthema bleibt aber die Absatzsteigerung.

Anzeige

Wenn in Kelsterbach die Sonne scheint, freuen sich die Menschen – und die Energiemanager von Aldi Süd. Dann nämlich produziert die Photovoltaikanlage auf dem Dach der 1.045 qm großen Filiale Strom. Seit der Eröffnung im Oktober 2013 sind so rund 175.000 KWh zusammengekommen. Damit wären etwa 50 Drei-Personen-Haushalte prima durch ein Jahr gekommen, Aldi kann damit jedoch nur einen Teil seines Bedarfs abdecken.

Größter Energieverbraucher ist in Kelsterbach wie überall die Kühlung. In der 25 m langen Pluskühlung halten tagsüber ein Kälteschleier und nachts ein Rollo die rund 180 Artikel kühl. Außerdem müssen in 24 Truhen auf 54 m je nach Saison 90 bis 110 Tiefkühlartikel sowie das Frisch-Fisch- und das Frisch-Fleisch-Sortiment auf die richtige Temperatur gebracht werden. Genutzt wird dafür das natürliche Kühlmittel Propan. „Mit den neuen Truhen mit energiesparenden Lüftern sparen wir in Summe 50 Prozent Strom bei gleicher Kühlleistung“, sagt Karl-Heinz Kehl, Geschäftsführer Energiemanagement bei Aldi Mörfelden. Aldi Süd reduziert den Verbrauch auch durch den Einsatz von Leuchtdioden (LED) in den Truhen und den Verzicht auf die Displaybeleuchtung darüber.

Für die Filialbeleuchtung hat Aldi ebenfalls LED installiert, allerdings nicht komplett. In den Gängen setzen Leuchtstofflampen vom Typ T5 die Ware ins optimale Licht. LED-Deckenspots in unterschiedlichen Farbstufen finden sich u. a. über der Backstation, den Aktionsartikeln sowie bei Obst und Gemüse. LED wurden auch für die Logo- und die Notausgangbeleuchtung gewählt. Und weil sie kaum Wärme abgeben, eignen sie sich nicht nur für die Kühlregale, sondern auch als Akzentbeleuchtung im Kosmetik- und Brotregal. Über der Kasse wurden statt der Pendelleuchten, die sich in älteren Aldi-Süd-Filialen finden, quadratische LED-Einlegeleuchten eingebaut, die dimmbar sind und ihre Leuchtkraft dem Tageslichteinfall anpassen. „An der Kasse brauchen wir eine Wohlfühlatmosphäre. Eine detaillierte Ausleuchtung der Produkte wie im restlichen Verkaufsraum ist nicht nötig, deshalb können wir diese Art LED hier gut einsetzen“, erklärt Florian Kempf, Leiter Energiemanagement bei Aldi Mörfelden.

Beim Sortiment setzt die Kelsterbacher Filiale u. a. auf Frische. Dort ist z. B. die größte bei Aldi Süd verfügbare Variante der Backstation im Einsatz, mit 15 Artikeln von der Apfeltasche über Baguette, Croissant und Laugenzopf mit Käse, Pizza bis hin zu Roggenmischbrot und Weltmeisterbrötchen. Die Renner in Kelsterbach sind Brötchen und Laugenbrezel. Die 16 Artikel im Brotregal nebenan werden frisch gebacken geliefert. Ein anderes Beispiel: Frischfisch (vier feste Sorten plus je ein bis zwei Aktionsartikel von Donnerstag bis Samstag) und Frisch-Fleisch sind prominent in einer Gondelkopftruhe platziert. Vielfalt wird nicht nur durch zusätzliche Markenartikel erreicht. Kunden, die vegetarische oder vegane (Eigenmarken-)Produkte kaufen wollen, werden genauso fündig wie solche, die auf Bio-, Fairtrade- oder regionale Produkte wert legen.

Fakten zum Markt
  • Adresse: Am Graf-de-Chardonnet Platz 4, 65451 Kelsterbach
  • Eröffnung: 17. Oktober 2013
  • Verkaufsfläche: 1.045 qm
  • Sortiment: 1.200 Stammartikel + 80 Aktionsartikel pro Woche
  • Mitarbeiter: 10
  • Öffnungszeiten: Mo-Sa., 8-20 Uhr