ifo-Geschäftsklima Anhaltender Optimismus im Handel

Lebensmittel Praxis | 22. Juli 2011

Der ifo-Index, wichtiges Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft, sank im Juli um 1,6 Punkte auf 112,9 Punkte (Mai: 114,5). Das Münchner ifo-Institut erklärt dies im Wesentlichen mit der Abkühlung der Weltwirtschaft und den finanzpolitischen Turbulenzen im Euro-Raum.

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Während Industrieunternehmen ihre Erwartungen deutlich abschwächten, schätzte der binnenmarktorientierte Einzelhandel die Geschäftsperspektiven wieder etwas besser ein. Vor allem die exportorientierten Firmen drosselten ihre Erwartungen für die nächsten Monate. Von einer allgemeinen Schwächephase der deutschen Wirtschaft könne deshalb nicht die Rede sein, urteilte ifo-Chef Hans-Werner Sinn bei der Bekanntgabe der Daten. Vielmehr sei die Stimmung noch genauso günstig wie während des Frühjahrs. Die deutsche Wirtschaft stelle sich aufgrund der Abschwächung in den USA und auch in Asien auf eine „gemächlichere Gangart" ein, dies allerdings „auf sehr gutem Niveau". Das Institut geht nicht davon aus, dass das Hilfspaket für Griechenland unmittelbare starke Auswirkungen auf das Geschäftsklima in Deutschland haben wird.