Dr. Oetker Gutes Geschäft im Ausland

2010 erzielte Dr. Oetker mit Tiefkühlpizza, Puddingpulver und Backmischungen Erlöse von 1,94 Mrd. Euro. Das sei ein Plus von 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so Unternehmenschef Richard Oetker. Der Ertrag sei „einigermaßen zufriedenstellend", weitere Details nannte Oetker jedoch nicht.

Dienstag, 05. April 2011 in Industrie-Archiv
Lebensmittel Praxis

Im Inland legte die Sparte um 5,6 Prozent zu, im Ausland um 10,3 Prozent. Auch weiterhin wolle man Umsatzzuwächse vor allem durch das Auslandsgeschäft realisieren, beispielsweise in Afrika, Asien und Australien. Eine eigene Einheit „3A" soll sich um die Erschließung dieser Märkte kümmern. Dennoch bleibe Deutschland der Kernmarkt, versicherte Oetker. Hier erziele das Unternehmen pro Kopf etwa acht Euro Umsatz. In den Ländern der drei Kontinente Afrika, Asien und Australien ist es derzeit nur 1 Cent pro Kopf.

Im vergangenen Jahr investierte Dr. Oetker 61 Mio. Euro (2009: 117 Mio. Euro). Davon entfielen 24 Mio. Euro auf Deutschland und 37 Mio. Euro auf das Ausland. In diesem Jahr soll die Gesamtsumme wieder etwas steigen. Zudem sollen 2011 wie im Vorjahr jeweils rund 120 Mio. Euro für Werbung in Deutschland und in den anderen Märkten ausgegeben werden. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um knapp 400 auf 9.655, davon 4.100 in Deutschland.

Für das laufende Jahr wollte Oetker angesichts der Ereignisse in Japan und Nordafrika keine Umsatzprognose wagen. Das Geschäftsjahr 2011 sei allerdings mäßig angelaufen. Schuld daran sei auch, dass das für Oetker recht wichtige Ostergeschäft in diesem Jahr extrem spät liege. Gleichzeitig sei Dr. Oetker wegen „rasant steigender Rohwarenpreise" zu Preiserhöhungen gezwungen. „Wir sind aber nicht beunruhigt", betonte Oetker.