Carlsberg Brauerei bestreitet Kartell-Vorwürfe

Die Brauerei Carlsberg Deutschland (Holsten, Astra, Lübzer, Duckstein) wehrt sich gegen Vorwürfe, im Biermarkt an verbotenen Preisabsprachen beteiligt gewesen zu sein. Das Bundeskartellamt habe gegen Carlsberg Deutschland ein Bußgeld von 62 Mio. Euro für angeblich illegale Preisabsprachen im Jahr 2007 verhängt, teilte die Brauerei mit.

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„Wir bestreiten die Vorwürfe mit Nachdruck", ergänzte die Firma. Sie werde gegen den Bußgeldbescheid bei Gericht Einspruch einlegen. Aufgrund des laufenden Verfahrens wollte das Unternehmen keine weiteren Angaben machen.

Das Bundeskartellamt hat wegen verbotener Preisabsprachen weitere Bußgelder von insgesamt 231,2 Mio. Euro verhängt. Zusammen mit bereits im Januar verkündeten Strafen gegen andere Brauereien addiert sich die Summe auf fast 340 Mio. Euro - eine der höchsten Strafe in der Geschichte des Kartellamtes. Die am Mittwoch angekündigten Strafen richten sich neben Carlsberg an die Radeberger-Gruppe (Jever), die regionalen Brauereien Bolten, Erzquell, Gaffel und Früh sowie den Brauereiverband NRW. Auch die Radeberger-Gruppe legte Einspruch ein. Nach den Ermittlungen der Wettbewerbsbehörde hat die Branche bei persönlichen und telefonischen Kontakten Preiserhöhungen für Fass- und Flaschenbier abgesprochen.