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Plastiktüten-Verbot mit hohen Strafen

Reiner Mihr | 06. September 2019

Das Bundesumweltministerium will nach Informationen der „Bild“ einen Gesetzentwurf mit dem Ziel eines Plastiktütenverbots ab kommendem Jahr vorlegen. Händlern würden bei Verstoß Geldstrafen von bis zu 100.000 Euro drohen.

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Plastiktüten, darunter auch „bio-basierte und bio-abbaubare Kunststofftragetaschen“, sollten demnach ab 2020 in Geschäften nicht mehr erlaubt sein, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen entsprechenden Gesetzentwurf.

Der Entwurf wurde laut „Bild“ zur Abstimmung an die Regierungsressorts verschickt und könnte in der ersten Jahreshälfte 2020 in Kraft treten. Danach gelte eine weitere Übergangszeit von sechs Monaten, um „vorrätige leichte Kunststofftragetaschen in Verkehr zu bringen“ und „vorhandene Restbestände! abzubauen.

2016 hatten Handel und Bundesregierung vereinbart, den Verbrauch von Plastiktüten zu senken. Seitdem gibt es in vielen Läden keine Kunststofftragetaschen mehr – oder sie sind kostenpflichtig. Nach Zahlen der Bundesregierung von 2018 sind seitdem immer weniger Plastiktüten im Umlauf. Pro Kopf waren es demnach im Jahr 24 Plastiktragetaschen, 2017 waren es noch 29 Tüten. Das EU-Reduktionsziel auf höchstens 40 Tüten bis Ende 2025 hat Deutschland also schon unterboten.

Trotzdem: Nicht alle Händler halten sich an den freiwilligen Verzicht und das Umweltministerium davon ausgeht, dass „eine gewisse Anzahl von Endverbrauchern zur Zahlung des Entgelts“ für Plastiktüten weiter bereit sei, soll nun ein Verbot kommen.