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Trendwende bei Metro Cash & Carry Erste Erfolge erkennbar

Markus Oess | 25. August 2010
Trendwende bei Metro Cash & Carry: Erste Erfolge erkennbar

Bildquelle: Metro Group

Auf dem Heimatmarkt zeichnet sich für Metro Cash & Carry die Trendwende ab. Das Management blickt optimistisch nach vorn.

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Das Sanierungs-Konzept Shape 2012 von Metro Cash & Carry Deutschland offenbart erste Erfolge. „Das Turnaround-Programm zeigt erste positive Auswirkungen – auf der Kostenseite und bei den Umsätzen“, sagt Joël Saveuse, Mitglied des Vorstands der Metro Group und Europa-CEO Metro Cash & Carry. Insgesamt habe sich der positive Trend des ersten Quartals stabilisiert. Insbesondere in Kernsortimenten wie Fleisch, Fisch und Gastronomiebedarf seien „erfreuliche“ Umsatzzuwächse zu verzeichnen. Gleichzeitig wurden die Vertriebs- und Verwaltungskosten weiter gesenkt. Auch die Verbesserung der Preispositionierung sowie der Relaunch des Eigenmarken-Sortiments beginnen sich nach Unternehmensangaben auszuzahlen. Der Eigenmarken-Anteil am Umsatz wuchs binnen eines Jahres von 15 auf 17 Prozent. Mittelfristig werden mehr als 20 Prozent angestrebt. 

Die Düsseldorfer arbeiten an Marktauftritt und Vertriebsnetz. So werden in diesem Jahr neun Großmärkte modernisiert, für drei sind Neubauten an anderen Standorten geplant. Allein für diese Maßnahmen sind rund 100 Mio. Euro vorgesehen. Voraussichtlich bis zum 31. Oktober werden die Filialen in Halle, Berlin-Pankow und Berlin-Marzahn vom Netz gehen. Der Standort in Rostock wird verkauft. Der im vergangenen Jahr gestartete Belieferungsservice (Umsatz: 100 Mio. Euro) wird ausgebaut. Daneben würden Neuerungen entwickelt wie die neue Fischplattform, die im Herbst in Frankfurt am Main eröffnen wird und den Lieferprozess beschleunigen soll oder auch die Nutzung der internationalen Plattform in Valencia für den Einkauf von Obst und Gemüse. Außerdem steht der Test des „Drive-in-Konzepts“ mit C+C Schaper in Singen und Lahr auf der Agenda.

Ab Januar 2011 werden Schaper und Metro Cash & Carry zusammengelegt, um weitere Kostenvorteile abzuschöpfen. Die Schaper-Zentrale in Hannover wird aufgelöst. Im Rahmen einer Zwei-Marken-Strategie werden die Großmärkte weiterhin unter den bestehenden Markennamen firmieren. Im Zuge der Portfolio-Optimierung sowie der Integration von C+C Schaper fallen insgesamt rund 900 Stellen weg. Shape 2010 bei Metro C&C Deutschland Steigerung des EBIT auf bis zu 150 Mio. Euro 2012 Zusätzliches Umsatzpotenzial


Zusätzliches Umsatzpotenzial von mittelfristig mehreren 100 Mio. Euro durch:

  • Fokus-Sortimente
  • Key Account Management
  • Ausbau Belieferung
  • Integration Schaper bis Januar 2011 im Rahmen einer Zwei-Marken-Strategie
  • Portfolio-Optimierung
  • modernisiertes Metro Großmarkt-Netzwerk
  • Effiziente Großhandels-Kostenstrukture
  • Schließung von drei Metro-Standorten bis Oktober '10
  • Verkauf des Metro Großmarkts Rostock

Bild

Metro-Vorstand Joël Saveuse erkennt positive Auswirkungen.