Wenn es darum geht, die Zukunft des Lebensmittelhandels zu gestalten, sind die Edekaner Jörg und Dieter Hieber immer vorne mit dabei. Unter dem Motto stand dann auch die 155. Tagung des Vereins Mittelständische Lebensmittel-Filialbetriebe (MLF), zu der 450 Teilnehmer ins Hieber-Land kamen, also ins Dreiländereck rund um die Unternehmenszentrale in Binzen. Es ging um Chancen und Herausforderungen, etwa um den aufkommenden Online-Handel oder die Markenlistungen bei Aldi. „Wir haben die Marken groß gemacht, jetzt suchen sie sich neue Partner. Das ist ein ungenierter Griff in Ihren Geldbeutel, liebe Händler“, kritisierte etwa Edeka-Chef Markus Mosa die Industrie. Rainer Huber, Vorstandssprecher der Edeka Südwest, unterstrich, dass die Suche nach neuen Lieferanten und der Ausbau der Eigenmarken gute Wege seien, um die durch den Gang der Industrie zu Aldi entstandene Wertevernichtung auszugleichen. Jörg Hieber sah auch die Chancen dieser Entwicklung: „Je ähnlicher der Di scount uns wird, desto besser bekommen wir Aldi in den Griff.“ Die Vollsortimenter dürften nicht jede Preissenkung mitmachen, sondern den Mitteln zum Leben wieder mehr Wert zumessen, sagte Dieter Hieber. In ihren 12 Märkten (Jahresumsatz: 205 Mio. Euro) machen Hiebers vorbildlich vor, was sie damit meinen.
MLF-Tagung Zu Gast im Hieber-Land
Zum 50. Firmen-Jubiläum luden Hiebers den MLF wieder in den Süden ein. Eine Tagung mit intensiven Diskussionen und inspirierenden Marktbesuchen.
Bildquelle: Reinhard Rosendahl
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