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Ausbildungspreis Fleisch Junge Talente zeigten in Neuwied ihr Können

Christina Steinheuer | 16. Januar 2014

Auf der Suche nach den Fleisch-Star-Talenten 2014 hat die LP nach einer Vorauswahl 20 viel versprechende Nachwuchskräfte der Fleischbranche getestet. Zwei Tage lang absolvierten die Azubis Aufgaben, Spiele, Übungen und Herausforderungen.

Der Fleisch-Star-Ausbildungspreis hat im vierten Jahr seines Bestehens eine neue Dimension erreicht. 17 Sponsoren unterstützen die LEBENSMITTEL PRAXIS auf der Suche nach den Fleisch-Star-Talenten 2014, über 30 Bewerbungen von Auszubildenden haben die Redaktion erreicht, die besten 20 Nachwuchskräfte wurden zu einer Art Assessmentcenter für zwei Tage nach Neuwied in die Foodakademie eingeladen. Dort wurden die Azubis auf Herz und Nieren getestet. Wer ist sowohl fachlich als auch aufgrund seiner kommunikativen und kreativen Fähigkeiten in der Lage, als Sympathieträger für das Berufsbild und die Branche zu werben? Wer hat ein Händchen dafür, junge Leute für die Branche zu interessieren, wer taugt als Aushängeschild für öffentliche Auftritte und als Vorbild für andere Nachwuchskräfte, die eine Karriere in der Fleisch- und Wurstbranche anstreben?

Bewerben konnten sich Azubis aus dem LEH (Märkte, Fleischwerke, Abteilungen), aber auch aus der Industrie. Den Preis Fleisch-Star-Talent vergibt die LP in zwei Kategorien, nämlich „Produktion“ und „Verkauf“. Notwendiger Bestandteil einer Bewerbung war das Empfehlungsschreiben eines Mentors. Es musste das Fortkommen im Betrieb, das Engagement und die Persönlichkeitsentwicklung des Azubis beleuchten. Neben der Beantwortung vorgegebener Fragen mussten die Azubis auch Zeugnisse und Leistungsbelege einreichen.

Beim zweitägigen Bewerbungsparcours in der Neuwieder Foodakademie ging es darum, soziale Kompetenz und Teamfähigkeit, Kreativität, Kommunikationsfähigkeit, aber auch Fachwissen und das eigene handwerkliche Geschick zu demonstrieren. Die LP arbeitete dazu gemeinsam mit der Jury Aufgaben aus und hinterlegte diese mit einem Punktesystem. Die besten drei Azubis in jeder Kategorie lädt die LP zum 22. Deutschen Fleischkongress (29.01.) ein. Der Hauptpreis für die beiden Preisträger ist ein branchenbezogenes 14-tägiges Praktikum (EU-Ausland oder Inland samt 1.000 Euro Taschengeld von der LP). Die vier Nominierten erhalten 500 Euro und eine Urkunde.

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Zu den Aufgaben, die es zu absolvieren galt, gehörten ein Vorstellungsgespräch und eine Kalkulation – also eher trockene Materie. Trotzdem kam der Spaß an den zwei Tagen nicht zu kurz: So mussten die Azubis mit Pfeil und Bogen auf ein Holzschwein schießen und danach die getroffenen Fleischteile benennen und Zubereitungstipps geben. Außerdem hatten sie das Vergnügen einer Bier- und einer Fleisch-Spezialitäten-Verkostung. Die freie Rede wurde genauso geübt wie der Umgang mit einer nervigen Kundin. Schließlich sollten alle eine Verkostungsaktion planen und durchführen. Dann stand noch das Mengenschätzen und der Einsatz hinter der Bedientheke auf dem Programm. Bewertet wurde auch das Verhalten beim „Geschäfts-essen“ sowie die Teamfähigkeit, die es vor allem beim Spiel „Rettet die Fleischwurst!“ unter Beweis zu stellen galt (vgl. S. 24/ 25).

Ein großes Dankeschön gebührt den 17 Sponsoren des Wettbewerbs sowie allen Unterstützern: den Juroren Bernd Friedrich (Metzgermeister), Manfred Müller (Dicke Foods), Verena Veith (Thekentrainerin) und den Vertretern der Bundesfachschule Kristine Baumgart, Thorsten Fuchs, Friedhelm Heers, Jürgen Sieler, Christoph Schäfer, Yvonne Kaiser und Oliver Lumma. Für die kostenfreie Überlassung von frischer Ware danken wir dem Fleischhof Rasting, dem Schutzverband Schwarzwälder Schinkenhersteller und dem Consorzio di Prosciutto di Parma.

Gesucht: Gesichter der Branche. Gefragt: Teamplay, Fachwissen, handwerkliches Geschick, Kreativität und Kommunikationsfähigkeit