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Ecocare 2013 Nachhaltigkeits-Engagement geehrt

Bettina Röttig | 07. Oktober 2013

Mit dem Nachhaltigkeitspreis ECOCARE 2013 wurden acht Unternehmen aus dem Lebensmittel-Einzelhandel, der Food- und Nonfood-Industrie sowie Dienstleister und gemeinnützige Vereine ausgezeichnet.

Es gibt Auszeichnungen, bei denen vor allem Zahlen und vergleichbare Fakten den Ausschlag geben, bei denen einzig das zählt, was im vorgegebenen Umfang schwarz auf weiß zu Papier gebracht wurde. Und es gibt Auszeichnungen, bei denen die Jury den Unterschied macht, indem sie tiefer und tiefer nachbohrt, um jedes relevante Detail, alle „weichen Faktoren“ herauszukitzeln. Der Nachhaltigkeitspreis ECOCARE von LEBENSMITTEL PRAXIS und InterMopro/InterCool/InterMeat zählt zur letzten Kategorie.

Die Auszeichnung basiert auf den drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales. Voraussetzung für eine Bewerbung: Das Konzept muss einen bedeutenden Beitrag zum Kerngeschäft des Unternehmens leisten.

Gute drei Monate lang wälzt die Experten-Jury Bewerbungsunterlagen, hakt meist mehrmals bei den Unternehmen nach, um noch besser verstehen zu können, welche Leistungen der jeweilige Bewerber über die Branchenstandards hinaus erbringt. Denn das Engagement in den Bereichen der Nachhaltigkeit ist nicht immer quantifizierbar, die Konzepte noch dazu ganz unterschiedlich. So wird sich in dem mehrstufigen Auswahlverfahren nach und nach vorgetastet. Im Zweifelsfall werden vom Gremium sogar externe Experten hinzugezogen, z. B. wenn es allzu technisch wird. Schließlich geht es darum, die überzeugendsten Beiträge in Sachen Nachhaltigkeit in den Kategorien Produkt, Projekt sowie Technik/Prozess zu finden.

Doch auch nach der Nominierung können sich die Kandidaten noch keineswegs entspannt zurücklehnen. Am Tag der Preisverleihung geht es noch einmal so richtig zur Sache. Dann gilt es, das Gremium noch einmal davon zu überzeugen, dass der eigene Beitrag es verdient hat, in der jeweiligen Kategorie auf den ersten Rang gewählt zu werden. Zehn Minuten hat jeder Nominierte Zeit, die finalen Fragen der Jury zu beantworten, zehn Minuten, die maßgeblich entscheiden (s. Fotos rechts).

Zittern mussten in diesem Jahr folgende Unternehmen: Frosta Tiefkühlkost, Ecover sowie GEPA – The Fair Trade Company in der Kategorie Produkt; Agrarfrost, die Real SB-Warenhaus GmbH sowie TransFair – Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der „Dritten Welt“ – e. V. in der Kategorie Projekt; Johnson & Johnson sowie Bodan Großhandel für Naturkost in der Kategorie Technik / Prozess.

Lesen Sie auf den nächsten Seiten, was die prämierten Konzepte und Unternehmen auszeichnet.

Die Jury 2013
  • Dr. Daniela Büchel, Leitung Corporate Responsibility, REWE Group
  • Ulla Hüppe, Senior Sustainability Manager, Henkel, Düsseldorf
  • Dr. Axel Kölle, ZNU – Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung, Uni Witten/Herdecke
  • Dr. Michael Raß, Geschäftsführender GesellschafterTeutoburger Ölmühle
  • Marion Sollbach, Leiterin Nachhaltigkeit bei Galeria Kaufhof
  • Oliver Leheis, Referent/Project Manager Marketing Services, Messe Düsseldorf
  • Bettina Röttig, Redakteurin LEBENSMITTEL PRAXIS
Bildquellen: Carsten Hoppen