Nominiert in der Kategorie Handelskooperation
Hofladen als Shop-in-Shop

Edeka Dorfmann, Konzept: Dorfmanns Hofladen
- Hofladen-Konzept integriert in den Supermarkt
- Multimediales Kommunikationskonzept
- 30 lokale und regionale Lieferanten
Ein Hofladen mit einem großen Sortiment regionaler Waren direkt im Supermarkt, damit überzeugte Edeka-Kaufmann Christian Dorfmann aus Nauen die Jury. Holzregale und ein stilisiertes Holzhaus zusammen mit Stolpertruhen bilden „Dorfmanns Hofladen“ im 2024 eröffneten Edeka-Zukunftsmarkt Nauen. Auf der Sonderfläche bieten mehr als 30 Erzeuger der Havelregion gekühlte und ungekühlte Produkte an. Lieferantenporträts auf Monitoren und Plakaten machen sichtbar, wer die Produkte herstellt. Die direkte Anlieferung ohne Umweg über das Edeka-Zentrallager spart Kilometer und hält die Ware frischer.
Traditionell und authentisch

Milkau Frischemärkte, Konzept: Tante Milkau
- Regionale Eigenmarke mit Gesicht
- Gemeinsame Produktentwicklung mit den Lieferanten
- Produzenten persönlich präsent in den Märkten
Als Edeka-Kaufmann Holger Milkau auf der Suche nach einem guten Kaffee für die eigene Bäckerei Tante Milkau war, wuchs bald der Wunsch nach einer eigenen Produktlinie. Die Eigenmarke „Tante Milkau“ steht heute für traditionelle Lebensmittel, die mit viel Handarbeit sowie aus Liebe zur Natur entstehen. Mit den Erzeugern, die aus einem Umkreis von 50 Kilometern kommen, wählte Milkau passende Produkte aus, stimmte Rezepturen ab und entwickelte Verpackungen, die sowohl modern wirken als auch den traditionellen Charakter widerspiegeln. Milkau und die Erzeuger handeln alle Preise auf Basis tatsächlicher Produktionskosten aus.
Ohne Zwischenhändler

Kempermarkt, Konzept: Sauerländer Weidestolz
- Rindfleischvermarktung ohne Zwischenhändler
- Hofeigenes Schlachthaus, Tiertransporte überflüssig
- 85 Prozent Rindfleischanteil an den Theken
Landwirt Karsten Schäfer sowie die Kaufmannsfamilien Kemper und Scholz verarbeiten Rindfleisch ohne einen einzigen Zwischenhändler. Zehn Jahre hat es gedauert, dieses Konzept aufzubauen. Das hofeigene Schlachthaus im Sauerland macht Tiertransporte überflüssig. Die Tiere fressen Gras und Heu aus Naturschutzgebieten – keine Maissilage. Die Partner benannten das Fleisch in „Sauerländer Weidestolz“ um und begannen, mit der Kaufmannsfamilie Nüsken zu skalieren. Das Fleisch aus dieser Kooperation kostet teils bis zu 20 Prozent weniger als übliches Standardrindfleisch in Fleischtheken, erklären die Partner.
In Generationen gedacht

Edeka Südwest, Konzept: Schwarzwald Bio-Weiderind
- Ganztiervermarktung
- Erhalt kleinbäuerlicher Strukturen und der Bio-Kulturlandschaft Schwarzwald
- Abnahmegarantien und Mitspracherecht
Mehr als 25 Jahre lang besteht die Kooperation zwischen der Edeka Südwest und der Erzeugergemeinschaft Schwarzwald Bio-Weiderind. Die Ziele: Tierwohl, Umweltschutz und ein faires Einkommen für die rund 180 Bio-Betriebe, die an die Edeka Südwest Fleisch liefern. Alle haben das gleiche Mitspracherecht und erhalten denselben Preis, unabhängig davon, wie viele Tiere ein Betrieb liefert. Die Betriebe beweiden ihre Flächen von Mai bis Oktober und schützen so die Artenvielfalt. Fast 2.000 Rinder vermarkten die Partner pro Jahr über die Edeka Südwest, in Form von Burgern, Rindfleischsalat, Bolognese oder Gulasch. Bis 2027 sollen es 2.500 sein.