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Produkt des Jahres 2020

Produkt des Jahres 2020 Neuheiten, die Sie kennen sollten

Reiner Mihr | 26. November 2019
Produkt des Jahres 2020: Neuheiten, die Sie kennen sollten
Bildquelle: Grafikmontage: Frank Majer

Sie werden gebraucht, manchmal hoffnungslos über- aber auch unterschätzt, einige werden zu Megasellern: innovative, neue Produkte. Die Entscheidung, was geht und was nicht, trifft der Kunde. Deshalb hat die LP ihn befragt. Die „Produkte des Jahres“ – repräsentativ bei Verbrauchern abgefragt – auf den folgenden Seiten.

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Ideenreich waren Menschen natürlich schon immer, wenn es um das Verarbeiten oder Konservieren von Lebensmitteln, zum Beispiel das Kühlen und Haltbarmachen oder auch um die Veredelung von Rohprodukten ging. In Fachzeitschriften – auch unserer – werden neue Produkte meist bejubelt, weil sie Zusatzumsatz versprechen. Deshalb gibt es wahrscheinlich auch rund 20 000 „neue“ Produkte pro Jahr. Freilich verschwinden 80 Prozent davon nach kurzer Zeit wieder aus dem Angebot (GfK). Flops eben. Trotzdem: Der Wille in der Ernährungsbranche, durch neue Produkte neue Impulse für den Markt zu setzen, ist ungebrochen. Dabei ist natürlich nicht jede neue Sorte Fruchtjoghurt oder ein neues Chipsangebot eine Innovation. Aber was sichert den Erfolg eines neuen Produkts? Erklärungsversuche gibt es viele. Dabei bleibt eine Erkenntnis: Der Verbraucher kauft ein Produkt nur dann mehr als einmal, wenn es eine nützliche Verbesserung in seinem Leben bietet. Einfach geschrieben, schwer umgesetzt. Dennoch spiegeln offensichtlich die Ergebnisse der jährlichen, repräsentativen Verbraucherbefragung der Lebensmittel Praxis (siehe Kasten zur Methode), Erzeugnisse, die den Verbraucherbedürfnissen zumindest sehr nahe kommen. Aber selbst hier sind Fehleinschätzungen nicht ausgeschlossen.
Was sich bei den Befragungen der letzten Jahre herauskristallisiert, ist die zunehmende Bedeutung nachhaltiger und fairer Produktion. Wohl auch ein Grund, dass in den letzten Jahren sogenannte Start-ups enorm an Bedeutung gewonnen haben. Immerhin sollen es über 400 junge Unternehmen sein, die sich laut Bundesverband Deutsche Start-ups mit Ernährung und Nahrungsmitteln beschäftigen. Ernährung genießt derzeit eine vorher fast nicht gekannte Aufmerksamkeit und darf getrost als Trendthema bezeichnet werden. Und gerade bei den neuen Gründern spielen Nachhaltigkeit, fairer Handel und auch globale Versorgungssicherheit eine besondere Rolle. Nämlich dann, wenn es beispielsweise um neue Techniken im Umgang mit Lebensmitteln oder um die Reduzierung von Lebensmittelabfällen geht. Das macht sie aber auch interessant für traditionelle Lebensmittelhersteller und -händler.
Die Lebensmittel- und Getränkewirtschaft ist eine der größten und dynamischsten Branchen in Deutschland und Europa. Über 6000 Betriebe gibt es in der deutschen Ernährungswirtschaft, beschäftigt sind hier fast 610.000 Menschen (Zahlen der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie BVE von 2019) . Etwa 170 000 Artikel werden von ihnen hergestellt. Der jährliche Umsatz im Inland liegt bei etwa 120 Milliarden Euro. Über 90 Prozent der Betriebe sind kleine und mittelständische Unternehmen. Die Zahl der Großunternehmen und Konzerne ist in der Ernährungsbranche also übersichtlich.
Sie alle beschäftigen sich aber mit den Entwicklungen, Einflüssen und Eigenarten der Verbraucheransprüche an die Ernährung - sei es hier zu Lande oder anderswo. In Deutschland stehen Themen wie „Lebensmittelsicherheit“, „Gesundheit“ und „nachhaltige Produktion“ im Verbraucherinteresse weit vorn. Das spiegelt sich auch in vielen Erzeugnissen, die von deutschen Verbrauchern zum „Produkt des Jahres 2020“ gewählt wurden. Positive Auswirkungen von Innovationen auf Gesundheit und Umwelt sind hier die ausschlaggebenden Argumente für Konsumenten beim Einkauf. Es ist wie es schon immer war, der Verbraucher muss den Nutzen von Innovationen im Lebensmittelbereich für sich selbst und sein persönliches Umfeld unmittelbar erkennen.
Welche Produkte letztlich das Zeug zum Dauerbrenner haben, kann keiner vorhersagen. Aber den auf den folgenden Seiten dargestellten Artikeln räumen zumindest die Verbraucher eine große Chance ein.

Zur Methode
Die Redaktion der Lebensmittel Praxis wählt alljährlich unter den von Herstellern gemeldeten sowie ihr aufgefallenen neuen Produkten im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel aus. Diese werden durch das unabhängige Institut Innofact online einer Produktbefragung unterzogen. Mindestens 400 Probanden pro Warengruppe, die regelmäßig einkaufen oder an Kaufentscheidungen beteiligt sind und zudem einem repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt entsprechen, legen ihre Eindrücke von den Produkten zugrunde. Sie vergeben für jede der 45 Warengruppen eine Gold-, Silber- sowie Bronzemedaille.

Weder die Redaktion noch Innofact beeinflussen diese Entscheidung in irgendeiner Form, sodass die Prämierungen ein originäres „Stimmungsbild“ wiedergeben.

Die prämierten Produkte werden noch einmal anhand von 15 Einzelkriterien auf einer 10er-Skala gesondert durch die befragten Personen bewertet. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine differenzierte und produktgenaue Analyse der Kaufentscheidung und ist eine wichtige Rückmeldung für den Hersteller.

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