Kerry hat in Leipzig ein neues Biotechnologiezentrum eröffnet. Der Konzern will dort Enzyme und Mikroorganismen für Anwendungen in der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie entwickeln, wie das Unternehmen mitteilte.
34 promovierte Experten sind dabei
Das Zentrum baut auf der Arbeit von mehr als 100 Wissenschaftlern und Fachleuten auf, darunter 34 promovierte Experten. Die Leitung übernimmt Marc Struhalla, der Gründer des Biotechnologie-Unternehmens c-LEcta. Kerry hatte c-LEcta, ein Spin-off der Universität Leipzig, im Jahr 2022 übernommen.
Kerry hat nach eigenen Angaben bereits mehrere biotechnologische Lösungen auf den Markt gebracht. Dazu zählt eine Enzymlösung namens Acrylerase, die Acrylamid in Instantkaffee entfernt. Das Enzym Denarase kommt bei der Herstellung von Impfstoffen sowie in der Gen- und Zelltherapie zum Einsatz. Mit Biobake bietet Kerry zudem Enzyme an, die die Haltbarkeit und Verarbeitbarkeit von Backwaren verbessern sollen.
Kerry steuert Forschungsnetzwerk von Irland aus
Das neue Zentrum in Leipzig gehört zu einem globalen Biotechnologie-Forschungs- und Produktionsnetzwerk des Konzerns, das sich über drei Kontinente erstreckt. Gesteuert wird es vom Global Innovation Centre in Irland aus. Kerry begründete die Standortwahl für das neue Zentrum mit dem biotechnologischen Fachkräftepotenzial und der Forschungslandschaft in Leipzig.
„Biotechnologische Lösungen eröffnen neue Horizonte für Innovation und Chancen in den globalen Lebensmittel-, Getränke- und Pharmamärkten“, so Kerry-Chef Edmond Scanlon. Kerry wolle eine führende Rolle bei der nächsten Generation von Innovationen einnehmen.