Haushaltswarenhersteller Tupperware startet Neuanfang in fünf Ländern

Der französische Zweig des insolventen US-Frischhaltedosenherstellers Tupperware nimmt den Betrieb in fünf europäischen Ländern wieder auf. 20.000 Verkaufsberater kehren zurück. Das Unternehmen erweitert sein Sortiment um Behälter aus Edelstahl und Glas.

Mittwoch, 03. September 2025, 09:36 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Neue Materialien, frische Ideen: Tupperware will mit Edelstahl, Glas und Recycling-Kunststoff in Frankreich, Deutschland und weiteren Ländern neu starten. Nach dem Insolvenzantrag soll nun das Comeback gelingen. Bildquelle: Getty Images

Der französische Zweig des insolventen US-Frischhaltedosenherstellers Tupperware startet in fünf europäischen Ländern neu. Der französische Unternehmer Cédric Meston hat Tupperware France übernommen, wie das Unternehmen mitteilte. Das zuständige Gericht genehmigte den Sanierungsplan und schloss das Insolvenzverfahren für die französische Gesellschaft ab.

Der Vertrieb läuft den Angaben zufolge nun in Frankreich, Deutschland, Belgien, Italien und Polen wieder an. 20.000 selbstständige Verkaufsberater haben in diesen Ländern ihre Arbeit wieder aufgenommen. Tupperware France strebt bis Ende des Jahres einen Umsatz von 100 Millionen Euro an.

Das Unternehmen hat sein Produktangebot erweitert. Neben den bekannten Kunststoffdosen bietet Tupperware nun auch Behälter aus Edelstahl, Glas und recyceltem Kunststoff an. Der 31-jährige Meston übernahm Tupperware France gemeinsam mit Geschäftspartnern im März 2025. Der Unternehmer ist Mitgründer des Herstellers von pflanzlichen Fleischersatzprodukten Happy Vore.

Tupperware hatte im vergangenen Jahr in den USA einen Insolvenzantrag gestellt. Auch die deutsche Tochter stellte einen Insolvenzantrag. Das 1946 gegründete Unternehmen hatte lange Zeit auf sein traditionelles Geschäftsmodell des Direktvertriebs gesetzt. Erst 2022 begann der Hersteller, seine Produkte auch über Amazon und stationäre Händler zu verkaufen.