Feinkostimperium Feinkost-Imperialist

Heiner Kamps baut an einem neuen Feinkostimperium, zuletzt mit besonders bemerkenswerter Dynamik.

Donnerstag, 24. Februar 2011, 23:00 Uhr
Lebensmittel Praxis

Die Milliarden-Umsatzmarke hat er hinter sich gelassen. Das angekündigte Feinkostimperium nimmt Struktur an und das Ganze mit besonderer Dynamik in den vergangenen zwölf Monaten. Heiner Kamps werkelt seit 2005 wieder in der Food-Branche. Wer in die Vergangenheit schaut, könnte meinen, Kamps/Lieken 2.0 sei im Kommen. Der in Bocholt geborene Selfmade-Unternehmer (Jahrgang 1955) mit dem Finanz-Background in Person von Molkerei-Tycoon Theo Müller hat nach der Integration von Nadler in die Homann-Gruppe wie angekündigt weiter zugekauft. Zu Homann, Nadler und Hamker kamen mit Weser Feinkost und Rügen Feinkost in kurzer Abfolge noch zwei weitere Hersteller ins Portfolio. Und der Angebotstisch ist in dieser relativ klein strukturierten Branche reich gedeckt mit mehr oder weniger sanierungsbedürftigen Feinkostherstellern.

Aber das Kartellamt dürfte langsam genauer hinschauen. Ebenso schauen die Wettbewerber mit Respekt oder Skepsis auf die neue Feinkost-Größe. Seine bewährte Strategie: Markenprodukte und ein ausgewogenes Handelsmarkengeschäft zu einem stabilen Volumen zu vereinen. Schnittmengen und Überkapazitäten hat er bislang ziemlich schnell beseitigt. Sicherlich bietet die angestrebte Internationalisierung genug Freiräume, um die für 2012 angepeilte Umsatzmarke von 1,5 Mrd. Euro zu erreichen. Aber vielleicht findet der Bäckermeister und Betriebswirt auch wieder einen kaufbereiten Liebhaber für das Firmengebilde. Wie damals.

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Unternehmensbildner: Heiner Kamps macht wieder eine gute Figur auf dem Food-Parkett.

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