Die Besonderheiten stammen aus der eigenen Manufaktur. Außerdem veredeln die Mitarbeiter Ware direkt an den Theken, etwa in den Räucheröfen. Wenn Janik und Robin Schenke durch den Markt gehen, bleiben sie keine Sekunde unerkannt. Nur ein paar Straßen entfernt sind die Brüder aufgewachsen: „Viele Mitarbeiter und Kunden kennen uns schon von klein auf“, erzählt Robin, der von dieser Fläche als „seinem Stammhaus“ spricht. Entsprechend groß war der Schreck, als Anfang März ein Feuer im Lager des Weinkellers ausgebrochen ist. Dank des beherzten Einsatzes eines Lageristen konnte der Brand schnell gelöscht werden. Aber das unschöne Ereignis hat viel Arbeit und Abfall verursacht. „Toll, dass alle Marktmitarbeiter spontan angepackt haben“, erzählt der Juniorchef. Schon am Morgen danach öffnete der Markt wieder.
Erst seit Anfang 2025 präsentiert sich die Verkaufsfläche nach Renovierung und Erweiterung auf 3.500 Quadratmetern. Einzigartig ist der Weinkeller, der im Untergeschoss liegt. Hier hütet Janik Schenke mehr als 800 Weine, hinzu kommen Spirituosen. 90 Prozent der Flaschen stammt aus Direktbezug. Damit setzt der ältere Schenke-Sohn die Wein-Tradition fort, die Großvater Rolf begründet hat.
Edeka Schenke, Rhedaer Str. 43, 33330 Gütersloh
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 8–21 Uhr, Bäckerei ab 7 Uhr
qm Verkaufsfläche (Baujahr 1977, 2006 renoviert und um 300 qm erweitert; 2023 komplett renoviert, um 800 qm erweitert)
Mitarbeitende (Köpfe)
Artikel
Euro Durchschnittsbon
Kassen, davon 8 traditionelle und 6 SCO-Kassen plus eine im Zeitschriften-Shop
Euro Umsatz pro qm
Rindfleisch aus der Region
Auf mehr als 35 Metern Bedientheke stellen die Schenkes ihre Sortimentskompetenz unter Beweis. Dass die Kaufkraft im Gütersloher Stadtteil Kattenstroth 13 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt liegt, spürt unter anderem das Personal an der Fleisch-Bedienungstheke. Hier geht jährlich das Fleisch von mehr als 60 Rindern über die Theke, die auf Hof Hagenlüke oder Hof Busche in Gütersloh aufgezogen wurden. Geschlachtet und zerlegt werden sie in einem kleinen Betrieb in Isselhorst. Gute Gründe, um vom „Regio-Rind“ zu sprechen, das die Metzger komplett verarbeiten. Drei Dry-aged-Schränke sind Hingucker an der Fleischtheke. Aber auch die handgeschriebenen Werbetafeln. „Das hat Charme“, sagt Robin Schenke.
Beim Ladenbau setzen Schenkes auf moderne Technik, wie etwa sechs SCO-Stationen im neu gestalteten Kassenbereich. Schon jetzt scannen die Kunden 20 Prozent vom Umsatz selbst ein.
