Tönnies Runder Tisch zu Werkvertragsarbeit

Lebensmittel Praxis | 14. November 2013

Erstmalig hat ein runder Tisch zur Situation von Werkvertragsarbeitern beim Schlachtkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück stattgefunden. Das Unternehmen hatte dazu Vertreter von Stadtverwaltung, Kirchengemeinden, sozialen Organisationen und Gewerkschaften eingeladen.

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Ziel von Unternehmenschef Clemens Tönnies und Geschäftsführer Josef Tillmann ist es, in diesem Kreis nach dem Vorbild des „Sögeler Weges" die Situation der Werkarbeiter zu verbessern. Deshalb berichtete Bürgermeister Günter Wigbers aus der Samtgemeinde Sögel über die dortige Vereinbarung. Rheda-Wiedenbrücks Bürgermeister Theo Mettenborg moderierte eine Gesprächsrunde, in der auch Vertreter der NGG und der medizinischen Versorgung ihre Ziele schilderten. Einig war man sich, dass die Wohnverhältnisse der Werkarbeiter durch die Stadt Rheda-Wiedenbrück noch intensiver kontrolliert werden und nötige Verbesserungen schnell umgesetzt werden sollen. Außerdem soll das Beratungsangebot der Stadt für Werkarbeiter intensiviert werden. Zu dessen Finanzierung wird die Stadt Rheda-Wiedenbrück Vereinbarungen mit der Firma Tönnies treffen.

Weitere Gesprächstermine wurden vereinbart. Zurzeit laufen sowohl auf der politischen Ebene in Berlin als auch zwischen den Tarifpartnern Verhandlungen über einen gesetzlichen bzw. tariflichen Mindestlohn für Werkvertragsarbeitnehmer.