Aquakultur Erste Zahlen

Lebensmittel Praxis | 05. Juli 2012

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland in rund 4.800 Aquakulturbetrieben gut 39.000 t Fische, Muscheln und weitere Produkte erzeugt. Dies ist Resultat der erstmalig durchgeführten Erhebung über die Erzeugung in Aquakulturbetrieben des Statistischen Bundesamtes (Destatis).

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Traditionell ist die Aquakultur in Deutschland geprägt durch klassische Karpfenteichwirtschaften und Forellenzuchten. Rund 46,6 Prozent der Erzeugung (18.000 t) entfielen 2011 auf Fische. Muscheln machten 53,1 Prozent (21.000 t) der erzeugten Aquakulturprodukte aus. Durch die Aufzucht in der natürlichen Umgebung unterliegt die Muschelerzeugung jedoch starken Schwankungen.

In der Fischproduktion überwog 2011 die Erzeugung von Forellen und verwandten Arten wie beispielsweise Saiblingen (zusammen 11.000 t). Karpfen und Artverwandte wie Schleien brachten es zusammen auf 5.400 t). Die bedeutendsten Fischarten waren dabei Regenbogenforelle(8.100 t) und Gemeiner Karpfen (5.100 t). Die Erzeugung von Regenbogenforellen konzentriert sich auf den süddeutschen Raum. Rund 2.500 t wurden 2011 in Baden-Württemberg erzeugt und 1.600 t in Bayern. Bei Karpfen stehen Bayern und Sachsen mit jeweils rund 1.800 t und Brandenburg mit knapp 700 t. Diese drei Bundesländer zusammen produzierten 2011 84 Prozent aller in Deutschland erzeugten Karpfen. Insgesamt gab es in Deutschland im vergangenen Jahr rund 3.800 Betriebe, die Teiche bewirtschafteten.