Bioland EU-Agrarreform nachbessern

Lebensmittel Praxis | 14. Oktober 2011

Die Vorschläge der EU-Kommission zur Reform der EU-Agrarpolitik gehen dem Bioland-Verband nicht weit genug. Er fordert das Bundeslandwirtschaftsministerium deswegen auf, in Brüssel Nachbesserungen durchzusetzen.

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Grundsätzlich begrüßt Jan Plagge, Präsident von Bioland, den Ansatz der EU-Kommission, die Direktzahlungen an gewisse Umweltvorgaben im Bereich Fruchtfolge, Verbot des Grünlandumbruchs und Einrichtung von ökologischen Vorrangflächen zu binden. Jedoch seien hiernach kaum positive Auswirkungen für die Umwelt zu erwarten. Zudem müsse das Referenzdatum (1.1.2014) für das Umbruchverbot von Grünland unbedingt vorverlegt werden. Denn ansonsten, so die Befürchtung von Bioland, würde 2013 zum Jahr des Grünlandumbruches werden.

Enttäuscht zeigt sich Bioland auch von der ungenügenden finanziellen Ausstattung und Beteiligung der EU an der Förderung des ländlichen Raums. So wird der ökologische Landbau nur mit 50 Prozent EU-Geldern unterstützt, den Rest müssen die Nationalstaaten oder Bundesländer selbst aufbringen.

Bioland fordert Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner in den nun anstehenden Verhandlungen mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten und dem Europäischen Parlament auf, durch entsprechende Nachbesserungen die EU-Agrarpolitik ernsthaft „zu ökologisieren".