Tönnies Prozess vorzeitig beendet

Lebensmittel Praxis | 17. August 2011
Tönnies: Prozess vorzeitig beendet

Bildquelle: Carsten Hoppen

Der Tönnies-Prozess um falsch ausgezeichnetes Hackfleisch ist vor dem Landgericht in Essen überraschend abgeschlossen worden. Alle Verfahren gegen Firmeninhaber Clemens Tönnies (Foto) sowie die inzwischen noch neun leitenden Angestellten wurden gegen Zahlung eines Geldbetrages beendet, teilt das Unternehmen mit.  

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Tönnies betont, dass mit dieser Beilegung weder ein Schuldnachweis geschweige denn ein Schuldeingeständnis eines der Beteiligten einhergegangen sei. Sowohl Clemens Tönnies wie auch die leitenden Mitarbeiter seien unschuldig im Sinne der Anklage. Das sei stets betont worden und gelte auch weiter. Das Westfalen-Blatt spekuliert übrigens über Summen von auf 30.000 bis - im Fall von Clemens Tönnies – 900.000 Euro.

Die Beilegung des Rechtsstreits über vier Jahre nach Beginn der Untersuchungen ist für das Unternehmen notwendig. Die über sechs Monate andauernde Hauptverhandlung soll eine große psychische und physische Belastung für alle Beteiligten und eine Belastung für das Unternehmen gewesen sein. Über den gesamten Zeitraum hinweg waren wichtige Mitarbeiter und die Geschäftsführung nahezu jede Woche zeitlich gebunden. Das sei dauerhaft schwer zu kompensieren.

„Ich bin froh, dass dieses Kapitel endlich vorbei ist. Wir haben eine aus unserer Sicht akzeptable Lösung zur Beendigung gefunden", sagte Clemens Tönnies.