Tabak-Produktrichtlinie EU-Bürger sind gegen Bevormundung

Lebensmittel Praxis | 28. Juli 2011

Einheitspackung, Bildwarnhinweise und Verkauf der Tabakwaren unter der Ladentheke – das sind Instrumente, über die die Europäische Kommission im Zuge der Überarbeitung der Richtlinie über Tabakerzeugnisse nachdenkt. Ende vergangenen Jahres hatte man Bürgern, Industrie und Interessenvertretern die Möglichkeit gegeben, zu solchen Maßnahmen Stellung zu nehmen. Heute wurden die Ergebnisse dieser Konsultation veröffentlicht.

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Mehr als 85.000 Antworten gingen ein, 96 Prozent davon kamen von EU-Bürgern. Die Antworten sind ein eindeutiges Votum gegen weitere Regulierungen: Man hat sich mit großer Mehrheit gegen Einheitspackungen, Verbot von Zusatzstoffen, Bildwarnhinweisen und Verkaufsverbote ausgesprochen.

Peter Wörmann, Vorsitzender des Bundesverbandes der Zigarrenindustrie und selbst Zigarrenhersteller aus Rödinghausen, wertet das Ergebnis positiv: „Die angedachten Maßnahmen der EU-Kommission würden gravierende Auswirkungen auf unsere mittelständische Zigarrenindustrie haben. Wir sollten auf Basis dieser Stimmen der Bürger auf eine weitere Regulierung von Zigarren, Zigarillos und anderen Tabakprodukten verzichten."