Wiesenhof Exportverbot für Geflügel aus Möckern?

Lebensmittel Praxis | 03. Juni 2011

Wieder gibt es Aufregung um Wiesenhofs Schlachthof in Möckern: Der „Stern" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass Tiefkühl-Hähnchen von Wiesenhof aus Möckern entgegen der Angaben des Unternehmens in der Vergangenheit wiederholt wegen Salmonellen für den Export gesperrt worden seien. Peter Wesjohann, Vorstandsvorsitzender der PHW-Gruppe, weist die von dem Magazin erhobenen Vorwürfe entschieden zurück.

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„Tatsache ist: Es gab und gibt – anders als der 'Stern' behauptet – keine Exportsperre nach Dänemark." Russland habe Wiesenhof bis heute keinen Beleg für das Vorhandensein von Salmonellen geliefert.

Möckern habe den Redakteuren des Stern im April sowohl vor Ort in Möckern als auch schriftlich Auskunft zu Fragen erteilt und ihnen die Möglichkeit gegeben, aktuelle Kontrollberichte unabhängiger Prüfinstitute, Salmonellenreports wie auch Berichte der amtlichen Veterinäre einzusehen. „Erwartungsgemäß spiegelte sich das in dem April- und dem aktuellen Beitrag nicht wider", so Wesjohann. Nach dem ersten „Stern"-Beitrag im April hätten mehrere Handelsketten unangekündigte und umfangreiche Kontrollen in Möckern vorgenommen. Die Ergebnisse belegten, dass der Betrieb alle hygienischen und lebensmittelrechtlichen Anforderungen in vollem Umfang erfülle.

Tatsache sei zudem, dass der Verarbeitungsbetrieb in Möckern sowie die landwirtschaftlichen Partnerbetriebe aufgrund salmonellenfreier Elterntierbetriebe, salmonellenfreier Küken und des salmonellenfreien Futters seit 18 Monaten komplett salmonellenfrei sind. Auch vorher sei das Salmonellenniveau bei Wiesenhof Möckern auf einem extrem niedrigen Niveau gewesen, zu keiner Zeit habe man für den Menschen gefährliche Salmonellenarten nachgewiesen.