Hochland Distributionsverluste in Deutschland

LEBENSMITTEL PRAXIS | 20. April 2015

Die Hochland-Gruppe mit Sitz in Heimenkirch im Allgäu hat 2014 1,28 Mrd. Euro Umsatz erzielt, knapp 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Gründe für das Wachstum seien der Ausbau des Markengeschäfts und Preiserhöhungen, so die Hochland-Führung. Der Absatz stieg auf 289.000 t Käse (13.000 t mehr als 2013).

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Mit 4,1 Prozent lag die Umsatzrendite über der Marge des Vorjahres. Der Markenumsatz in Deutschland war stabil, trotz empfindlicher Distributionsverluste. Als erfreulich wertet die Hochland-Führung die positive Entwicklung der Marke Grünländer. In Deutschland, Russland, Polen und Rumänien konnte Hochland seine Markposition verteidigen oder sogar ausbauen.

Einen großen Beitrag leistete das Russland-Geschäft: Nach den russischen Sperrungen für Milchprodukte aus der EU konnte Hochland den russischen Markt mit Käse aus den eigenen Werken im Land (Schmelzkäsewerk in Raos, Frischkäseproduktion in Prokhorovka) bedienen und legte beim Ab- und Umsatz im Markengeschäft sowie im Geschäftsfeld Food Service deutlich zu. Wegen ihrer schlechten wirtschaftlichen Entwicklung trennte sich die Hochland-Gruppe von ihren Tochtergesellschaften im Iran und in der Ukraine. Die Werbeaufwendungen in der Hochland-Gruppe lagen bei rund 31 Mio. Euro (2,5 Mio. Euro weniger als 2013). Die Investitionen in das Anlagevermögen beliefen sich auf 29 Mio. Euro (3,6 Mio. Euro mehr als 2013).