Lohnbrau-Plattform Neue Online-Börse will Brauereien und Auftragsbrauer zusammenbringen

Ein Ingolstädter Gründer will eine digitale Vermittlungsplattform für das sogenannte Lohnbrauen starten. Brauereien mit freien Kapazitäten sollen dort auf Auftraggeber ohne eigene Anlage treffen. Noch läuft die sogenannte Lohnbrau-Börse nicht – Interessierte können sich bislang nur auf eine Warteliste setzen.

Donnerstag, 08. Oktober 2026, 13:41 Uhr
Manuel Glasfort
Hopfen und Malz – Gott erhalt’s: Eine neue Online-Börse will Brauereien und Auftraggeber zusammenbringen. Bildquelle: Getty Images

Eine neue Online-Plattform will Brauereien mit freien Kapazitäten und Auftraggeber ohne eigene Brauanlage zusammenbringen. Die sogenannte Lohnbrau-Börse soll nach Angaben des Initiators Manuel Henle aus Ingolstadt künftig unter der Adresse mhcig.de erreichbar sein. Noch befindet sich das Angebot allerdings nicht im Regelbetrieb: Interessierte können sich zunächst nur auf eine Warteliste setzen. Die Plattform soll starten, sobald genügend Teilnehmer auf beiden Seiten registriert sind.

Das Konzept richtet sich laut der Mitteilung an zwei Zielgruppen: Brauereien, deren Anlagen nicht voll ausgelastet sind, können freie Kapazitäten in Sudhaus, Gärkeller und Abfüllung eintragen. Auf der anderen Seite sollen sogenannte Gypsy-Brewer, Gastronomiebetriebe sowie Anbieter von Hausbieren und Handelsmarken eine passende Brauerei für ihre Rezepte finden – ohne selbst ein Sudhaus betreiben zu müssen.

Die Angebote und Gesuche lassen sich den Angaben zufolge nach branchenüblichen Kriterien filtern: Sudgröße, freie Menge in Hektolitern, Tank- und Lagerkapazität, Mindestmenge pro Auftrag, Gärverfahren, Gebindeart sowie verfügbare Zeiträume und Region. Die Plattform selbst vermittelt dabei nur den Kontakt – Preis und Ablauf verhandeln Brauerei und Auftraggeber direkt miteinander.

„Viele Brauereien haben freie Sudtermine, und viele gute Rezepte finden keine Anlage. Die Lohnbrau-Börse soll beide Seiten schnell und unkompliziert zusammenbringen“, zitiert die Mitteilung den Initiator Henle. Wer sich in der aktuellen Phase auf die Warteliste einträgt, soll zum Start per E-Mail benachrichtigt werden und zunächst kostenlos teilnehmen können. Ein späteres Preismodell werde vorher angekündigt, heißt es in der Mitteilung.

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